„Pilzchaos mit Crash-Gefahr“
Das Spiel
Funguys Swarm ist ein Action-Roguelike, in dem du als Cartoon-Pilz gegen die Armee des Fireking antrittst. Ganz im Stil eines Bullet Heaven überstehst du Gegnerwellen und greifst dabei automatisch mit Waffen an, die du unterwegs findest und aufwertest. Für jeden Run wählst du eine Figur mit eigenen Fähigkeiten, kombinierst zufällig angebotene Power-ups und versuchst, das Ende der Stage zu erreichen. Zwischen den Runs investierst du Ressourcen in dauerhafte Verbesserungen für dein Waldsanktum.
Fazit
In Funguys Swarm steckt ein wunderbar chaotisches Bullet-Heaven-Spiel. Die charmanten Pilzhelden und das befriedigende Wegputzen ganzer Wellen machen es leicht, das sofort zu mögen. Leider steckt dieses gute Spiel in einem technischen Schlamassel fest. Häufige Abstürze, die einen Run beenden, zerstören jedes Fortschrittsgefühl, und zugleich ist der Bildschirm von den eigenen Zaubereffekten so zugemüllt, dass du die Angriffe nicht mehr siehst, die dich töten. Am Ende bleibt eine Empfehlung mit dickem Vorbehalt: großartig, wenn das Spiel dich denn spielen lässt.
Gefällt dir, wenn …
- +du die Machtfantasie und das visuelle Chaos von Survivor-Likes magst.
- +dich ein niedlicher, farbenfroher Grafikstil mehr anspricht als grimdarke Themen.
- +du eine simple Schleife für eine schnelle Session zwischendurch suchst.
Nichts für dich, wenn …
- −du aufhörst, wenn ein Spielabsturz einen 20-Minuten-Run zunichtemacht.
- −du Kämpfe brauchst, in denen jeder gegnerische Angriff klar erkennbar angekündigt wird.
- −die Vorstellung für dich öde klingt, dass ein Spiel nach allen Freischaltungen trivial wird.
Wertung
- +Die Spielschleife aus dem Niederwalzen ganzer Horden ist herrlich chaotisch und macht ordentlich Laune.
- +Die ordentliche Auswahl an Figuren sorgt dafür, dass sich Runs spürbar voneinander unterscheiden.
- −Die Angriffshinweise der Gegner verschwinden oft komplett hinter den eigenen Fähigkeitseffekten.
- −Die Balance wirkt uneinheitlich. Manche Runs stehen und fallen mit dem Zufall, und einige Waffen sind deutlich schwächer als andere.
- +Die Bandbreite an Figuren und Fähigkeiten sorgt in den ersten zwölf Stunden für solide Build-Vielfalt.
- −Die Waffenauswahl ist begrenzt und lenkt Builds immer wieder zu denselben wenigen starken Zaubern.
- −In der Endphase verschwindet die Herausforderung fast völlig, sobald die permanenten Upgrades ausgereizt sind.
- −Alles freizuschalten kann sich nach Grind anfühlen.
- +Die Figurenentwürfe und kurzen Textschnipsel treffen einen charmanten, humorvollen Ton.
- +Die leichtfüßige Optik ist in diesem Genre eine willkommene Abwechslung.
- +Der leuchtende, knallige Grafikstil verleiht dem Spiel eine starke visuelle Identität.
- +Der funkige, beschwingte Soundtrack bekommt durchweg viel Lob.
- −Die visuellen Effekte sind so überzogen, dass das Bildschirmchaos dem Gameplay schadet.
- −Einige Spieler berichten in hektischen Momenten von spürbarem Lag und Leistungseinbrüchen.
- −Häufige Abstürze mit tödlichen Folgen sind ein massives Problem und löschen oft den Fortschritt eines Runs aus.
- −Bestimmte Abschnitte wie Chapter 2 und das Eggloseum scheinen besonders anfällig für Abstürze und Freezes zu sein.
- −Bugs können dich in Upgrade-Menüs festsetzen und zu einem Neustart zwingen.
- −Viele dieser Stabilitätsprobleme sollen sich schon seit der Early-Access-Phase halten.
Wertung