„Night City nach der Wiederauferstehung: endlich das Spiel von 2020“
Das Spiel
In der überbevölkerten Megacity Night City schlüpfst du in die Rolle von V, einem ambitionierten Söldner, der sich nach einem Heist verschuldet und nun verschiedene Aufträge annehmen muss, um aufzusteigen. Du navigierst zwischen Hauptquests, Nebenmissionen und freiem Erkunden, wobei du Cyberware einsetzt, Waffen nutzt und Fähigkeiten ausbaust, um deine Ziele zu erfüllen. Das Spiel prägt die Geschichte durch deine Entscheidungen und Charakter-Builds, die bestimmen, wie Missionen verlaufen und welche Enden dir zugänglich sind.
Fazit
Das Cyberpunk 2077, über das ihr 2020 gelacht habt, gibt es nicht mehr. Nach 2.0 und Phantom Liberty steht hier ein erstklassiges Story-RPG mit echtem Build-Spielraum, getragen von einer der dichtesten offenen Welten überhaupt. Die KI der Fußgänger ist immer noch Murks und die Performance frisst Hardware, aber Night City und V's Geschichte bleiben nach dem Abspann hängen.
Gefällt dir, wenn …
- +du Builds wie Netrunner, Slasher oder Gunner grundlegend anders spielen willst
- +du dich in einer atmosphärisch dichten, vertikalen Open World verlierst
- +dich eine intime Story mit Ende ohne Hollywood-Beschönigung packt
Nichts für dich, wenn …
- −du erwartest, dass Entscheidungen das Geschehen stark verändern
- −du Missionen lieber spielst statt in Cutscenes zu verfolgen
- −du auf günstiger Hardware ohne DLSS und Frame Generation zockst
Wertung
- +Gunplay funktioniert solide als Shooter-Fundament und lässt sich durch Builds sinnvoll modifizieren
- −NPC- und Verkehrs-KI bleibt schwach: Passanten springen vor Autos, Fahrzeuge verschwinden
- +Nach 2.0 echte Build-Vielfalt: Netrunner, Slasher, Gunner spielen sich fundamental unterschiedlich
- +Drei Lebenspfade, mehrere Enden ohne Hollywood-Beschönigung und mehrere Durchgänge gerechtfertigt
- +Night City ist eine der atmosphärisch dichtesten Open Worlds, vertikal, lebendig, durchdesignt
- −Spielerentscheidungen wirken sich weniger aufs Geschehen aus als versprochen
- +Die Ego-Perspektive macht V's Geschichte intim, die emotionale Bindung schlägt erst am Ende voll zu
- +Johnny Silverhand funktioniert als zweiter Protagonist, Sidequests zahlen konsequent auf zentrale Themen ein
- +Night City spielt optisch in der absoluten Oberliga, mit Raytracing beeindruckend inszeniert
- +Waffen klingen wuchtig, Stadtkulisse brummt atmosphärisch, Synchronsprecher liefern durchweg
- +Soundtrack trägt die Neon-Dystopie, ohne sich aufzudrängen
- −Volle Grafikpracht erfordert ohne DLSS und Frame Generation ernsthaft teure Hardware
- +60 Euro für Grundspiel plus 100+ Stunden Spielzeit und Phantom Liberty ist fair kalkuliert
- −Sichtbare technische Fehler auch fünf Jahre später: Reifen fliegen davon, Bodies werden gestreckt, NPC-Routinen brechen regelmäßig
- −Performance frisst Hardware, besonders bei maximalen Grafikeinstellungen
Wertung