„Runen stapeln bis zum Overkill, doch Inhalt und Technik hinken“
Das Spiel
Cursemark ist ein 2D-Action-Roguelite in einem verfluchten Königreich, das man aus der Top-Down-Perspektive durchkämpft. Als Magier-Ritter reiht man Runen, Talismane und Segnungen aneinander, um aus simplen Fähigkeiten überzogen starke Kombinationen zu formen. Zwischen den Läufen sammelt man Freischaltungen an Schreinen und über ein Siegel-System, während eine statische Karte mit versteckten Abkürzungen und Rätseln zum Erkunden einlädt. Das Spiel steckt im Early Access, Inhalte wie weitere Bosse fehlen noch.
Fazit
Cursemark hat den entscheidenden Nerv getroffen: Wer anfängt, Runen und Talismane zu stapeln, will die nächste absurd starke Kombination sehen und dann die übernächste. Genau da packt es. Doch das Balancing setzt kaputte Builds voraus, statt sie zu belohnen, der Inhalt geht nach den ersten Läufen sichtbar aus, und tote Tastenbelegungen und Framerate-Einbrüche erinnern hart an den Early-Access-Status. Die Grundlage stimmt, das Spiel muss im Verlauf der Entwicklung nur liefern, was es jetzt schon andeutet.
Gefällt dir, wenn …
- +du Runensysteme austüftelst, bis eine Kombination alles zerlegt
- +dich versteckte Rätsel und Abkürzungen zum Absuchen jeder Ecke reizen
- +du bei einem Early-Access-Titel mit wachsendem Inhalt einsteigen willst
Nichts für dich, wenn …
- −dir kurze Ausweich-Cooldowns und reaktives Positionsspiel wichtig sind
- −dich schmales Skill- und Waffenangebot nach wenigen Runs langweilt
- −dir Framerate-Einbrüche und Eingabebugs den Spaß verderben
Wertung
- +Der Kern-Loop lebt vom Basteln überzogen starker Synergien aus Runenkombinationen
- +Innerhalb eines Runs baut sich die Fähigkeitsprogression spürbar auf
- +Das System lädt aktiv dazu ein, seine eigenen Regeln zu brechen und Builds zu sprengen
- −Die langen Cooldowns beim Ausweichen bremsen das Tempo im Kampf
- −Gegner sind darauf ausgelegt, dass man bereits kaputte Synergien besitzt, was Positionierung entwertet
- −Ohne die wenigen starken Builds wird das Vorankommen zäh
- +Das Runensystem erlaubt echtes Experimentieren mit Build-Ausrichtungen
- +Versteckte Geheimnisse und Abkürzungen belohnen gründliches Erkunden
- +Läufe unterscheiden sich durch die Synergie-Kombinationen spürbar voneinander
- −Zu wenige Fähigkeiten, Runen und Waffen für Langzeitmotivation
- −Einige Skills sind so unbrauchbar, dass man sie gar nicht erst mitnimmt
- −Nach den ersten Durchläufen zeigt sich der begrenzte Inhaltsumfang der Early-Access-Version
- +Die Rätsel und Geheimnisse erinnern an Zelda und Castlevania und tragen den Erkundungsdrang
- +Environmental Storytelling und Atmosphäre geben der Welt Charakter
- −Die eigentliche Erzählung bleibt dünn und ordnet sich der Mechanik unter
- +Die Pixel-Art gilt als eine der größten Stärken, jeder Gegner und Effekt hat Persönlichkeit
- +Der Soundtrack unterstützt das Geschehen passend
- −Framerate-Einbrüche und Stottern trüben das Bild bei vielen Spielern
- −Vereinzelt tritt schwerer Lag auf, der bis zum Neustart des PCs anhält und Treiber-Updates überdauert
- +Die Progression zwischen den Läufen läuft für viele rund
- +Ein Teil der Spielerschaft bescheinigt griffige, saubere Mechaniken
- −Eingabefehler wie tote Tastaturbelegung oder hakendes Maus-Zielen machen Läufe unspielbar
- −Runen-Upgrades zeigen Werte an, die im Spiel nicht ankommen
- −Access-Violation-Abstürze und UI-Probleme mit Sondertasten belasten die Stabilität
Wertung