„33 gegen Luzifer zündet, bis der Disconnect den Run frisst“
Das Spiel
33 Immortals ist ein Action-Roguelike, in dem bis zu 33 Spieler gleichzeitig durch die Höllenkreise von Dantes Inferno ziehen. Man springt direkt in einen Run, sammelt auf der Karte Knochen und Schlüssel aus Truhen, kämpft sich durch Monsterhorden und stellt sich am Ende gemeinsam einem riesigen Boss wie Luzifer. Acht Waffen mit jeweils sechs Modifikatoren, Relikte und ein Meta-Fortschritt mit Meisterungsbäumen prägen die Builds zwischen den Läufen. Koordiniert wird über Emotes, und gemeinsame Spezialfähigkeiten lassen sich mit Mitspielern kombinieren. Das Spiel setzt klar auf Online-Koop, lässt sich aber auch solo angehen.
Fazit
33 Immortals macht aus seinem absurd klingenden Versprechen tatsächlich etwas Eigenes: Der gemeinsame Sturm auf Luzifer mit dutzenden Fremden hat eine Energie, die kein anderer Roguelike-Koop so bietet, und das Kampfsystem hält dem stand. Doch sobald man dutzende Stunden investiert, treten die Grenzen offen zutage: drei Karten, ein Boss pro Stufe, ein Meta-Grind, der Statgewinne hinter Hunderten Stunden versteckt. Am meisten schmerzen die Netzwerkprobleme, denn ein Disconnect ohne Wiedereinstieg löscht den Lohn eines halbstündigen Runs. Wer Mitspieler und stabile Verbindung hat, bekommt für den Preis ein erfrischendes Experiment, sollte die offenen Baustellen aber kennen.
Gefällt dir, wenn …
- +du chaotische Online-Koop mit dutzenden Mitspielern reizvoll findest
- +du Hades-artiges Kämpfen mit Fokus auf Parieren und Positionierung magst
- +dich langsames Freischalten über viele Läufe nicht abschreckt
Nichts für dich, wenn …
- −dich ein abgebrochener Run ohne Wiederbeitritt zur Weißglut bringt
- −du abseits Europas, Asiens und der US-Ostküste spielst und Latenz scheust
- −dir drei Karten und ein Boss pro Stufe schnell zu wenig sind
Wertung
- +Kampf reagiert präzise, Parieren und Positionierung tragen das Geschehen
- +Steile Lernkurve, die sich auszahlt, sobald Timing und Stellung sitzen
- +Gemeinsame Koop-Fähigkeiten geben den Massenkämpfen einen eigenen Rhythmus
- −Manche Waffenklassen fühlen sich träge an, weil man während der Angriffsanimation festklebt
- −Der Run-Loop verflacht für viele zum reinen Knochen- und Schlüsselsammeln
- −Die Mechaniken zeigen ihre Tiefe spät und wirken bis dahin zu simpel
- +Breiter Meta-Fortschritt aus Waffen-Unlocks, Modifikator-Slots und Meisterungsbäumen
- +Strategische Build-Vielfalt, sobald genug freigeschaltet ist
- +Boss-Compendium belohnt Gruppen, die die drei Spezialangriffe lernen
- −Spürbare Statgewinne hängen hinter über 100 Stunden Farmen auf denselben drei Karten
- −Der flache Relikt-Pool drängt Run für Run in ähnliche Builds
- −Nur ein Boss pro Stufe lässt das Endspiel schnell vorhersehbar werden
- +Die Göttliche-Komödie-Rahmung gibt der Welt Atmosphäre und ein klares Thema
- +Bosse tragen Persönlichkeit, die Höllenkreise sind stimmig gestaltet
- −Story bleibt eine dünne Lackschicht über dem Gameplay, eigene Erzählung fehlt
- +Handgezeichneter 2D-Stil und Animation wirken poliert und aus einem Guss
- +Trefferfeedback und Waffensound machen die Kämpfe greifbar
- −Lag in Boss-Phasen und beim Töten von Elitegegnern stört spürbar
- −Server-Latenz über 100 ms außerhalb der Stoßzeiten
- −Für manche Spieler reproduzierbare Abstürze, die das Spiel unspielbar machen
- +UI und Menüführung sind klar und schnell verständlich
- +Skill-Vorschau vor dem Kampf hilft beim Einstieg, die Demo führt sauber heran
- −Kein Wiederbeitritt nach Disconnect: ein abgebrochener Run kostet die ganze Belohnung
- −Fortschrittsverlust beim Ausloggen trifft einzelne Spieler
- −Keine US-West-Server, Matchmaking erzwingt hohe Latenz
- −Ladezeiten frieren gelegentlich ein, besonders auf Linux und Steam Deck
Wertung