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Scrap Mechanic

Scrap Mechanic

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„Der Baukasten begeistert, das Survival bleibt Stückwerk“

Das Spiel

Scrap Mechanic ist eine physikbasierte Bau-Sandbox. Aus Blöcken, Zahnrädern, Schubdüsen und Logikbauteilen schraubst du jedes Fahrzeug und jede Apparatur zusammen, die dir einfällt. Der Kreativmodus gibt dir unbegrenzt Bauteile und einen flachen Spielplatz. Im Survival-Modus dagegen landest du nach einem Absturz auf einer fremden Welt, sammelst Rohstoffe, hältst Hunger und Durst im Zaum und wehrst Wellen feindlicher Farmbots ab, die am Markttag deine Ernte überfallen. Nach rund einem Jahrzehnt im Early Access erweitern Kapitel 2 und der 1.0-Release die Survival-Story, das Terrain und die Gegnertypen. Gespielt wird allein oder im Online-Koop, aus der Ego- oder Verfolgerperspektive.

Fazit

Als kreative Sandbox wird Scrap Mechanic seinem Ruf gerecht. Die Physik ist verlässlich, die Baufreiheit riesig, und es gibt gute Gründe, warum die Leute noch Jahre später zurückkehren. Das Survival ist die schwächere Hälfte: zäh am Anfang, klobig im Kampf und weit entfernt von allem, was einem Endgame ähnelt. Das 1.0-Etikett verspricht mehr Feinschliff, als tatsächlich da ist. Speicher-Abstürze und ruckelige Leistung bei großen Konstruktionen stehen weiter im Weg. Kauf es für die Werkstatt, nicht für die Geschichte, dann überzeugt es.

Gefällt dir, wenn …

  • +du eine Physik-Spielzeugkiste willst, in der der Spaß darin liegt, eigene Lösungen zu konstruieren.
  • +du gern hunderte Stunden in Fahrzeuge und Automatisierung versenkst, ganz ohne Siegbedingung in Sicht.
  • +du einen Freund hast, mit dem du im Online-Koop bauen kannst.

Nichts für dich, wenn …

  • du eine strukturierte Survival-Kampagne mit klaren Zielen und einem Endgame willst.
  • Stundenlang Rohstoffe zu grinden, bevor die guten Werkzeuge freigeschaltet sind, schreckt dich ab.
  • Bildrateneinbrüche und der eine oder andere Absturz bei einem 1.0-Release sind für dich ein Ausschlusskriterium.

Wertung

Gameplay
  • +Die eigentliche Attraktion ist die Physik-Engine. Schraubst du Bauteile zusammen, verhalten sie sich mit einem Gewicht und einer Beständigkeit, die den Fahrzeugbau richtig befriedigend machen.
  • +Die kreative Freiheit ist nahezu grenzenlos, von funktionierenden Federungen bis zu vollautomatischen Maschinen, die tatsächlich laufen.
  • +Keile sowie Schräg- und Zahnstangengetriebe ermöglichen Mechanismen, an denen ältere Versionen scheiterten.
  • Der Survival-Kampf ist steif. Kein Blocken, kein Ausweichen. Du weichst vor den Farmbots zurück und hoffst.
  • An Hängen rutschen die Fahrzeuge wie auf Eis, was ausgerechnet die größte Stärke des Spiels untergräbt.
  • Der Fortschritt im Survival bleibt anfangs unklar, und das ständige Auffüllen von Hunger und Durst stört mehr, als es beiträgt.
Spieltiefe
  • +Beim Bauen gehen die Ideen kaum aus. Selbst Spieler mit über tausend Stunden berichten noch von neuen Hovercraft- und Automatisierungsprojekten.
  • +Logikgatter, Sensoren und Getriebe geben Tüftlern eine echte Spielwiese, um ihre eigenen Probleme zu lösen.
  • +Das Survival legt Ressourcenmanagement und Farmverteidigung über den kreativen Werkzeugkasten.
  • Dem Survival fehlt ein Endgame. Es gibt kein Ziel zu gewinnen, keine Rüstungen oder Lebensenergie-Upgrades, auf die man hinarbeiten könnte.
  • Der Rohstoff-Grind zieht sich über Stunden, bevor man etwas Interessantes bauen kann.
  • Lang versprochene Features wie das Terraforming im Kreativmodus fehlen weiterhin.
Atmosphäre
  • +Die Prämisse vom Absturzüberlebenden und die eskalierenden Farm-Überfälle geben dem Survival eine grobe Richtung.
  • Die Story ist dünn, und man verliert leicht den Faden. Mehrere Spieler berichten, dass sie umherirren, ohne zu wissen, was als Nächstes zu tun ist.
Präsentation
  • +Eine saubere, freundliche Grafikrichtung, die zum Spielzeugkisten-Ton passt.
  • +Sound und Musik überzeugen und bleiben auch über lange Sitzungen angenehm.
  • Bei großen Konstruktionen bricht die Leistung ein. Die Bildrate stürzt genau dann ab, wenn sich der eigene Ehrgeiz auszahlt.
  • Betritt man ein Warenlager, kann es zu Rucklern und einem schwarzen Bildschirm von mehreren Sekunden kommen.
  • Der Glas-Beugungseffekt sieht schön aus, verschlechtert aber die Sicht durch Fenster.
Umsetzung
  • +Mit 1.0 kommt endlich Controller-Unterstützung.
  • +Die Baubenutzeroberfläche selbst ist gut lesbar, sobald man ihre Logik verstanden hat.
  • Die Tastenbelegung ist stellenweise kaputt. Der Ziffernblock wird als doppelte Tasten erkannt, und das Neubelegen ist eingeschränkt.
  • Beschädigte Speicherstände und Abstürze treffen manche Spieler zum 1.0-Start und werfen sie direkt auf den Desktop.
  • Das Survival hat kein Pausenmenü, und während des Sprintens lassen sich die Item-Slots nicht wechseln.
  • Interaktive Objekte werden nicht hervorgehoben, und das schwache Tutorial lässt Neulinge im Ungewissen.
77 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
90.9%
positiv
Entwickler
Axolot Games
Erschienen
24 Jul, 2026
Bewertet am
25. Juli 2026
Auf Steam ansehen →