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Meta Ghost: Breaking Show

Meta Ghost: Breaking Show

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„Zwölf Euro Cyberpunk-Prügelei, sofern die Technik mitspielt“

Das Spiel

Meta Ghost: Breaking Show ist ein isometrisches Twin-Stick-Action-Roguelike. Es spielt in einer Cyberpunk-Reality-Show namens Breaking Show, in der ihr für Geld und Ruhm gegen Wellen intelligenter Maschinen kämpft. Ihr wählt einen von fünf augmentierten Kandidaten (Taisuke, Yan, Rose, Jean, Simon) und formt euren Run, indem ihr Driver, Chips und Relikte einsetzt, die das Verhalten von Waffen und Fähigkeiten verändern. Zwischen den Runs farmt ihr Ausrüstung, jagt Set-Boni und einzigartigen Effekten hinterher und treibt die Verbesserungsstufen auf bis zu sieben Sterne. Zu den Modi zählen ein storygetriebenes Roguelike, ein endloser Circuit-Modus, Zeitherausforderungen, eine Turnierleiter und Online-Koop. Mit dem 1.0-Release verließ das Spiel den Early Access und balancierte mehrere Systeme neu.

Fazit

Eigentlich steckt hier ein wirklich befriedigendes Action-Roguelike, in dem die Treffer wummern und ein gut zusammengestecktes Set aus Drivern und Relikten einen strauchelnden Run drehen kann. Das Problem ist alles drumherum: Abstürze, die Runs beenden, eine Online-Abfrage, der ihr nicht entkommt, keine Möglichkeit zum Speichern und Beenden, und ein 1.0-Start, der ausgerechnet den frühesten Unterstützern die Ausrüstung löschte. Scarecrow Studio patcht aktiv und hat sich dieses Wohlwollen verdient. Trotzdem stützt sich das Endgame weiterhin auf eine einzige Story-Schleife und verlangt mehr Grind, als es zurückzahlt. Zwölf Euro wert, sofern euch das technische Roulette nicht erwischt.

Gefällt dir, wenn …

  • +Ihr tüftelt gern an Ausrüstungs-Synergien, bis ein Build plötzlich zündet.
  • +Wuchtige Twin-Stick-Action mit lautem, einprägsamem Soundtrack ist genau euer Ding.
  • +Es stört euch nicht, Loot zu grinden, um euch durch Schwierigkeitsmauern zu prügeln.

Nichts für dich, wenn …

  • Einen Run-Fortschritt durch Absturz oder Soft-Lock zu verlieren, verdirbt euch die Laune.
  • Ihr wollt eine Story, die in die Kämpfe eingewoben ist, statt daneben abgestellt zu sein.
  • Always-Online-Zwang in einem überwiegend solo gespielten Spiel nervt euch.

Wertung

Gameplay
  • +Die Treffer haben echte Wucht, was chinesischsprachige Rezensionen ausdrücklich als Höhepunkt hervorheben.
  • +Der Kampf bleibt jederzeit schnell und übersichtlich. Die Effekte protzen zwar, begraben den Gegner aber nicht unter visuellem Lärm.
  • +Alle fünf Kandidaten spielen sich unterschiedlich genug, dass es sich lohnt, das Timing neu zu lernen.
  • Sobald die Gegner hochskalieren, schießt der Schwierigkeitsgrad steil nach oben. Ob das echtes Können verlangt oder bloß erzwungenes Übergearen, darüber streiten die Spieler.
  • Der Einstieg zieht sich. Bevor sich ein Run öffnet, kloppt ihr euch durch schwache Trash-Mobs, und das fühlt sich nach Fingerübung an, nicht nach Spiel.
  • Der 1.0-Patch veränderte das Kampfgefühl so stark, dass sich zurückkehrende Spieler neu einstellen mussten.
Spieltiefe
  • +Wer die Wechselwirkungen durchschaut, erlebt mit der Kombination aus Drivern, Relikten und Ausrüstungssets echte Build-Überraschungen.
  • +Set-Effekte und einzigartige Ausrüstungseffekte geben der Loot-Schleife ein Ziel jenseits nackter Werteschübe.
  • Das Endgame läuft über eine einzige Story-Roguelike-Schleife, weshalb die inhaltliche Abwechslung schnell dünn wird.
  • Das Verhältnis von Grind zu Ertrag frustriert. Veteranen berichten, dass der Aufwand beim Erfarmen von Verbesserungschancen den Lohn übersteigt.
  • Ob das Meta-Fortschrittssystem über das Farmen von Ausrüstung das Roguelike vertieft oder verwässert, spaltet das Publikum.
Atmosphäre
  • +Die Prämisse von Breaking Show und ihre kapitalismus-dystopische Rahmung verleihen der Cyberpunk-Welt einen Aufhänger.
  • +Verstreute Schauplatz- und Charakter-Lore belohnt alle, die zwischen den Kämpfen zum Lesen innehalten.
  • Die Story steht neben dem Kampf, statt in ihn einzufließen. Sobald geschossen wird, verblasst die Fiktion.
Präsentation
  • +Art Direction und Effektarbeit bekennen sich voll zum Cyberpunk-Look und bleiben auch in hektischen Kämpfen lesbar.
  • +Der Soundtrack bleibt im Ohr. Mehrere Spieler nennen ihn einen Ohrwurm, der allein schon den Preis wert ist.
  • Häufige Abstürze und Freezes ziehen sich als wiederkehrende Beschwerde durch die Stichprobe.
  • Ruckler und Netzwerkabbrüche zerreißen die Koop-Sitzungen.
Umsetzung
  • +Der dichte Waffen-Modifikationsbaum wirkt einschüchternd, belohnt aber alle, die sich hineinwühlen.
  • Speichern und Beenden fehlt, weshalb ein Soft-Lock bedeuten kann, dass ihr das Spiel verlasst und den ganzen Run verliert.
  • Verpflichtende Online-Abfragen treffen selbst Solo-Spieler und sorgen für Reibung.
  • Große Updates löschten Inventare, und frühe Unterstützer saßen auf alten Konten fest, die im Tutorial blockierten.
  • Questverfolgung und die Übersichtlichkeit der Oberfläche bleiben trotz Patches inkonsistent.
73 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
85%
positiv
Entwickler
Scarecrow Studio
Erschienen
2024 (EA) · 16 Jul, 2026 (1.0)
Bewertet am
27. Juli 2026
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