„Die Sandbox, die jeden Run zu deiner Geschichte macht“
Das Spiel
In Baldur's Gate 3 führst du eine Gruppe von Charakteren durch die Forgotten Realms, nachdem ein parasitärer Würm in deinen Kopf gepflanzt wurde. Du erkundest Dungeons und Städte, sprichst mit NPCs, deren Reaktionen von deinen Aktionen und Dialogue-Choices abhängen, und kämpfst rundenbasiert gegen Gegner mit D&D-5e-Regeln. Das Spiel trackt deine Entscheidungen über mehrere Acts hinweg, verzweigt Quests und Missionen, und ermöglicht es dir, Probleme durch Combat, Stealth, Persuasion oder unkonventionelle Lösungen zu bewältigen.
Fazit
Baldur's Gate 3 verkauft dir keine Geschichte, es lässt dich eine bauen. Die Kombination aus 5e-Regelwerk, ehrlicher Entscheidungsfreiheit und Begleitern, die sich wie Menschen anfühlen, lässt dich auch nach 100 Stunden nicht los. Akt 3 verliert spürbar an Form, aber das ändert nichts daran, dass dieses RPG die Messlatte ist, an der sich der Rest des Genres jahrelang messen lassen muss.
Gefällt dir, wenn …
- +du Konflikte lieber durch Experimentieren mit Stealth, Persuasion und Umgebung löst als nur durch Kampf
- +dir verzweigte Entscheidungen und Begleiter mit eigenen Motiven wichtiger sind als eine fertige Geschichte
- +du dich auf hundert Stunden Erkundung und grundverschiedene Durchgänge einlässt
Nichts für dich, wenn …
- −du eine geführte Erzählung statt ehrlicher Entscheidungsfreiheit suchst
- −du im Multiplayer eine Gruppe eigener Custom-Charaktere spielen willst
- −du unkonventionelle Wege wie Dark Urge oder exotische Rassen meidest und einen reibungslosen Pfad bevorzugst
Wertung
- +5e-Regelwerk wird für das Medium sinnvoll adaptiert, nicht stur übernommen
- +Umgebungsinteraktion eröffnet ständig neue Lösungswege für Konflikte
- +Taktische Tiefe in Gefechten belohnt experimentelles Spielen mit Was-wäre-wenn-Momenten
- −Akt 3 leidet unter Performance-Problemen und überladenen, sich ziehenden Quests
- −Bugs und kaputte Trigger besonders bei unkonventionellen Rollenspielwegen wie Dark Urge oder exotischen Rassen
- +Entscheidungen haben echte, verzweigte Konsequenzen statt kosmetischer Dialogvarianten
- +Begleiter mit eigenen Motiven, Geschichten und Reaktionen, die emotional binden
- +Riesige Build- und Klassenvielfalt plus Mod-Support und Origin-Charaktere sorgen für grundverschiedene Durchgänge
- −Dialogsystem ist nicht für Multiplayer-Gruppen mit mehreren Custom-Charakteren ausgelegt
- −Technische Probleme abseits des vorgesehenen Pfades regelmäßig an der Spielbarkeit
- +Schreiben trägt das Spiel durch moralisch verschachtelte Konflikte ohne klare Gut-Böse-Linie
- +Faerûn lebt durch Begleiter, die mehr als Quest-Anhängsel sind und echte Tiefe besitzen
- +Durchgängige Vertonung mit starkem Voice Acting gibt den Figuren ihr Gewicht
- +Stimmungsvolle Inszenierung mit detailverliebtheit statt reiner technischer Fidelity
- +Voice Acting hebt Figuren hervor und trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei
- +Drei Akte, die sich jeweils wie ein komplettes Spiel anfühlen, rechtfertigen den Preis und 100-Stunden-Spielzeit
- −Akt 3 zeigt technische Ausfälle mit Performance-Einbruch und defekten Triggern
- −Zwei Jahre nach Release noch immer systematische Probleme für Spieler abseits konventioneller Wege
Wertung