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Urban Strife

Urban Strife

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„Beute-Raids füttern deinen Unterschlupf, Menü-Freezes fressen die Geduld“

Das Spiel

Urban Strife ist ein rundenbasiertes Taktik-RPG in einer Zombie-Apokalypse, gebaut in der Tradition von Jagged Alliance 2 und Dead State. Man rekrutiert Überlebende aus der Umgebung, schließt Bündnisse mit lokalen Fraktionen und kämpft in isometrischen Gefechten mit Deckung, Stealth und Action-Points. Zwischen den Einsätzen schleppt man Loot zurück in den Unterschlupf, baut die Basis aus, versorgt Wunden, repariert Waffen und hält die Leute bei Laune und satt. Das Spiel befindet sich noch im Early Access, viele Systeme sind angelegt, aber nicht abgeschlossen.

Fazit

Urban Strife hat das Skelett eines richtig guten Taktik-Survival-RPGs: Die Gefechte belohnen kluge Deckung und Timing, und die Verzahnung aus Basis, Fraktionen und Versorgung erzeugt Entscheidungen mit Folgen. Doch das AP-System braucht dringend eine Justierung, das Crafting hängt hinterher, und die Technik stolpert über einfrierende Menüs und fehlende Tooltips. Wer die Rundentaktik-Schule von Jagged Alliance liebt und mit dem rauen Early-Access-Zustand leben kann, findet hier schon jetzt viele gute Stunden. Wer ein fertiges Spiel will, wartet besser auf spätere Patches.

Gefällt dir, wenn …

  • +du klassische Rundentaktik im Stil von Jagged Alliance 2 magst
  • +dir Basisbau und Fraktionspolitik wichtiger sind als Hochglanzoptik
  • +du bereit bist, ein Early-Access-Projekt über Ecken und Kanten reifen zu sehen

Nichts für dich, wenn …

  • dich unausgereifte Systeme und häufige Menü-Bugs schnell frustrieren
  • dir undurchsichtige AP-Kosten ohne erklärende Tooltips die Laune verderben
  • du ein poliertes, fertiges Taktik-RPG erwartest

Wertung

Gameplay
  • +Der taktische Kern aus Deckung, Stealth und Interrupts trägt und belohnt durchdachte Squad-Positionierung
  • +Simultane Phasen und Unterbrechungen geben den Gefechten mehr Dynamik als reines Ich-du-Ich
  • Das AP-System spaltet: drei Schritte kosten 20 Punkte, ein Verband 15, ein Schuss aus dem .22-Gewehr 12, das wirkt für viele aufgebläht
  • Trefferchancen, Waffenreichweiten und AP-Kosten sind schlecht austariert und ergeben oft keine nachvollziehbare Logik
  • Die Gegner-KI schwankt zwischen zäh und dämlich
Spieltiefe
  • +Basisbau, Fraktionsbeziehungen und Charakteranpassung greifen zu einem echten Survival-Kreislauf ineinander
  • +Große Waffen- und Loot-Vielfalt plus offene Welt zum Erkunden
  • +Man jongliert gleichzeitig Versorgung, Verteidigung und Bündnisse, um den Unterschlupf am Leben zu halten
  • Das Crafting bleibt unterentwickelt und wirkt gegenüber dem Rest halbfertig
  • Repetitives Missionsdesign bremst die Langzeitmotivation
Atmosphäre
  • +Einige Charaktere und ihre Dialoge tragen Spannung und wirken glaubwürdig geschrieben
  • +Entscheidungen im Umgang mit Fraktionen haben Gewicht
  • Ein Teil der Dialoge fällt hölzern und kitschig aus
  • Beziehungen zwischen den Figuren bleiben blass, die Handlung recht linear
Präsentation
  • +Die isometrische Optik und die Animationen sind für ein Indie-Projekt solide gemacht
  • +Ultrawide-Support und mehrere Sprachfassungen sind vorhanden
  • Keine Sprachausgabe, der Sound bleibt funktional und unauffällig
  • Grafisch kein Blickfang, Figuren wirken teils losgelöst vom Boden
Umsetzung
  • +Ein Teil der Spielerschaft findet die UI logisch aufgebaut und meldet stabile Runs ohne Abstürze
  • In Menüs friert das Spiel gerne mal ein, etwa beim Öffnen der Karte mit M
  • Bedienung reagiert unsauber, ESC funktioniert nicht überall, Tooltips fehlen
  • Wichtige Infos zu Wirkungen und Werten sind nirgends einsehbar
  • Steiler Einstieg mit schwachem Tutorial lässt Neulinge im Regen stehen
66 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
73.2%
positiv
Entwickler
White Pond Games
Erschienen
2024 (EA) · 14 Jul, 2026 (1.0)
Bewertet am
15. Juli 2026
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