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Pathogenic

Pathogenic

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„Erregerbau aus Organellen, den ein Save-fressender Bug gefährdet“

Das Spiel

In Pathogenic spielt man einen einzelnen Krankheitserreger, der sich durch einen menschlichen Körper wühlt. Das Ganze ist ein Twin-Stick-Shooter mit Roguelike-Struktur: Man steuert die Bewegung mit dem einen Stick, zielt mit dem anderen und ballert durch prozedural erzeugte Level, die anatomische Regionen wie Blutbahnen, Herz und ein verstecktes Hirn-Areal nachbilden. Zwischen den Kämpfen sammelt man Organellen wie Mitochondrien oder Geißeln und setzt sie auf dem eigenen Parasiten, um Waffen und Fähigkeiten zu formen. Wer stirbt, verliert den Run, schaltet aber über Meta-Progression neue Organismen und Startformen frei. Es gibt einen Daily-Run mit Bestenliste, einen Hardcore-Modus, einen Sandbox-Modus und lokalen Koop für zwei Spieler.

Fazit

Pathogenic macht für 8 Euro erstaunlich viel richtig: Die Steuerung sitzt, das Organellen-Basteln erzeugt echte Build-Entscheidungen, und die Optik unter dem Mikroskop hebt das Spiel von der Masse der Bullet-Heaven-Klone ab. Die Begeisterung der Community ist nachvollziehbar, solange die Technik mitspielt. Genau da liegt der Haken: Abstürze und Save-Korruption, die schon in der Demo gemeldet wurden, sind zum Release nicht raus, und in einem Roguelike wiegt ein gelöschter Spielstand doppelt. Wer damit leben kann und steile Endgame-Level nicht scheut, bekommt einen der eigenständigeren Genrevertreter des Jahrgangs.

Gefällt dir, wenn …

  • +du Twin-Stick-Roguelikes wie Enter the Gungeon oder Brotato magst und Builds selbst zusammenschraubst
  • +dich ein ungewöhnliches Setting reizt, hier die Perspektive eines Erregers im Körper
  • +du Daily-Runs und Bestenlisten für Wiederspielwert schätzt

Nichts für dich, wenn …

  • dich harte Schwierigkeitsspitzen mit Zwangsverschiebung in engen Räumen frustrieren
  • dir Freischalt-Deckel pro Organismus den Fortschritt zu langsam machen
  • du bei einem Roguelike kein Risiko für verlorene Spielstände eingehen willst

Wertung

Gameplay
  • +Präzise, direkt reagierende Twin-Stick-Steuerung, die im Kampf sitzt
  • +Der Kern-Loop trägt: Der Gedanke, den nächsten Organismus freizuschalten oder einen Build zu Ende zu bauen, treibt jeden neuen Run an
  • +Kämpfe gelten breit als fair und durchdacht, nicht als reines Reaktionschaos
  • Späte Level pressen enge Karten mit Zwangsverschiebung und schnellen gezielten Salven zusammen, was die Kurve steil ansteigen lässt
  • Schadens-Hitboxen sind schwer abzulesen, sodass Treffer manchmal unfair wirken
Spieltiefe
  • +Große Build-Vielfalt durch Organellen-Platzierung und Kombination unterschiedlicher Waffen
  • +Verschiedene Startorganismen ändern den Run spürbar, dazu Daily-Run-Bestenliste und Hardcore-Modus
  • +Gegner und Bosse variieren genug, um Wiederholung interessant zu halten
  • Progression pro Organismus stößt an Freischalt-Deckel, die manche Spieler ausbremsen
  • Begrenzte Organellen-Pools erschweren es, bestimmte Builds gezielt anzusteuern
Atmosphäre
  • +Das Level-Design erzählt über die Anatomie: Jede Region bringt passende Gegner und Bosse zum Konzept
  • +Die Idee, als Erreger durch Blutbahn und Immunsystem zu ziehen, steckt in Musik und Kulisse
  • +Ein verstecktes Hirn-Areal und Details im Hintergrund belohnen Erkundung
  • Die erzählerische Reichweite bleibt bewusst dünn, es gibt keine ausgebaute Handlung
Präsentation
  • +Starke Art Direction mit Optik wie unter dem Mikroskop, samt Weichkörper-Physik
  • +Soundtrack und Sounddesign werden durchweg als exzellent hervorgehoben
  • +Die pathologisch anmutenden Kulissen geben dem Setting eine eigene Handschrift
  • Lagspikes und Stottern auch auf niedrigen Einstellungen, teils vereinzelte Abstürze
Umsetzung
  • +Menüführung und Einstieg gelten überwiegend als sauber und zugänglich
  • +Läuft auf Steam Deck grundsätzlich flüssig, Cloud-Saves vorhanden
  • Harte Freezes und Abstürze schleppen sich seit der Demo bis zum Release durch
  • Cloud-Save-Korruption und Kollisions-Bugs können Spielstände löschen, besonders geräteübergreifend auf Steam Deck
  • Das Freischalten des Hirn-Areals ist wenig intuitiv erklärt
84 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
99.3%
positiv
Entwickler
Aberrant Labs
Erschienen
16 Jul, 2026
Bewertet am
18. Juli 2026
Auf Steam ansehen →