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Die in the Dungeon

Die in the Dungeon

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„Würfelraster statt Deck: clevere Idee, überfüllte Felder“

Das Spiel

Die in the Dungeon ist ein Roguelike-Deckbuilder, der ohne Karten auskommt. Statt eines Decks zieht man Würfel und platziert sie auf einem Raster, wo Nachbarschaft und Reihenfolge zählen: Würfel verstärken sich gegenseitig, lösen Relikt-Effekte aus oder schichten Schaden auf. Vier Klassen, acht Schwierigkeitsstufen von D1 bis D8 und eine wachsende Sammlung aus Würfeln und Relikten bilden den Rahmen für jeden Run. Zwischen den Kämpfen entscheidet man bei zufälligen Begegnungen, ob man auf einen guten Wurf setzt oder auf Nummer sicher geht. Das Spiel zieht sich über mehrere Akte, Bosse stellen eigene Zielbedingungen.

Fazit

Die in the Dungeon nimmt den Roguelike-Deckbuilder und ersetzt das Deck durch ein Würfelraster, und diese Idee zündet öfter, als sie patzt. Das Platzieren und Verketten der Würfel hat echten taktischen Reiz, und die späteren Relikte belohnen Bastler mit Kombos, die das System sprengen. Bezahlt wird das mit zwei hartnäckigen Schwächen: Sobald mehrere Effekte auf einem Feld liegen, sieht man kaum noch, was passiert, und Hinhalte-Strategien blähen Kämpfe auf, denen die Entscheidungen ausgehen. Für unter zehn Euro bekommt man trotzdem einen eigenständigen, sauber gebauten Run mit viel Wiederspielwert, wenn man die Lesbarkeitsprobleme verzeiht.

Gefällt dir, wenn …

  • +du räumliche Puzzles und das Tüfteln an Würfel-Anordnungen magst
  • +du Roguelikes über viele Schwierigkeitsstufen und Klassen hinweg auslotest
  • +du dich an überdrehten, das System aushebelnden Relikt-Kombos erfreust

Nichts für dich, wenn …

  • dich überfüllte, schwer lesbare Spielfelder schnell ermüden
  • du straffe Runs ohne Hinhalte-Taktiken erwartest
  • du Builds willst, die nicht an einer Handvoll Top-Relikte hängen

Wertung

Gameplay
  • +Würfel auf dem Raster zu platzieren und über Nachbarschaft zu verketten ist ein eigenständiges Puzzle, das jeden Kampf zur Aufgabe macht
  • +Würfelwerte auf dem Brett zu vervielfachen eröffnet greifbare Entscheidungsspielräume pro Gegner
  • Das Würfelraster wird unleserlich, sobald zwei Effekte auf einem Feld liegen, und das passiert ständig
  • Manche Relikte erlauben endloses Heilen durch Hinauszögern, was Kämpfe künstlich streckt
  • Runs ziehen sich über eine Stunde, obwohl die Zug-für-Zug-Entscheidungen oft simpel bleiben
Spieltiefe
  • +Die später freigeschalteten Würfel und Relikte erlauben Kombos, die das System förmlich aushebeln
  • +Vier Klassen und acht Schwierigkeitsstufen geben dem Wiederspielen klare Stufen
  • Ein Teil der Spieler vermisst Synergien zwischen den Würfeln auf der Hand
  • Würfel-Belohnungen mitten im Run fallen oft schwach aus
  • Wenige übermächtige Relikte dominieren die Builds und drücken die Vielfalt
Atmosphäre
  • +Die Frosch-Figuren und kleine Begegnungen tragen einen eigenen Charme
  • Eine Geschichte gibt es praktisch nicht, das Worldbuilding bleibt Beiwerk
Präsentation
  • +Die Pixel-Art und das Figurendesign werden durchweg als liebenswert gelobt
  • +Die Gegnergestaltung hat eigenständigen Witz
  • Der Pixelstil macht Schrift und Symbole schwer lesbar, gerade bei dicht gestapelten Effekten
  • Gegneranimationen wirken stellenweise matschig, UI-Elemente überlappen
Umsetzung
  • +Stabil und poliert, ernsthafte Bugs sind die Ausnahme
  • +Für den Preis ein erstaunlich runder Gesamteindruck
  • Relikte wie der Zylinder wirken auf manche Würfel und auf andere nicht, ohne dass das Spiel es erklärt
  • Relikte überlappen Buttons, einzelne Übersetzungen muss man zweimal lesen
76 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
93.5%
positiv
Entwickler
ATICO
Erschienen
1 May, 2026
Bewertet am
26. Juni 2026
Auf Steam ansehen →