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Stray

Stray

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„Eine Katze, eine sterbende Stadt, ein verdammt guter Abend“

Das Spiel

Stray versetzt dich in die Rolle einer verirrten Katze, die in einer unterirdischen Metropole aufwacht und ihre Familie finden muss. Du erkundest die neonbeleuchteten Straßen, Gassen und Innenräume dieser verlassenen Stadt, interagierst mit humanoiden Robotern, sammelst Gegenstände auf und löst Umgebungsrätsel, um voranzukommen. Das Spiel verbindet Third-Person-Erkundung mit Point-and-Click-Adventure-Elementen und lässt dich dabei die Perspektive einer Katze authentisch nachvollziehen.

Fazit

Stray verkauft sich über das Katzen-Gimmick, lebt aber von seiner Atmosphäre und einer Geschichte, die emotional härter trifft, als das Konzept vermuten lässt. Spielerisch ist es schlank bis dünn: lineares Erkunden, leichte Rätsel, ein paar Fluchtsequenzen. Wer Systemtiefe sucht, ist hier falsch. Wer einen kompakten, handgebauten Abend in einer Welt will, die man nicht vergisst, bekommt genau das.

Gefällt dir, wenn …

  • +du einen kompakten, handgebauten Abend in einer unvergesslichen Welt willst
  • +dir Stimmung und ein emotionales Ende wichtiger sind als Mechanik
  • +du eine Geschichte über Environmental Details statt Textwände magst

Nichts für dich, wenn …

  • du Systemtiefe und echten spielerischen Widerstand suchst
  • du nach den Credits einen Grund für einen zweiten Durchlauf brauchst

Wertung

Gameplay
  • +Katzen-Verhalten ist liebevoll umgesetzt: kratzen, Vasen umwerfen, in Tüten stecken
  • Rätsel und Platforming bleiben durchgehend simpel, kaum echter Widerstand
  • Eine Verfolgungssequenz ist mit Maus und Tastatur eine echte Zumutung
Spieltiefe
  • Mechaniken bleiben bewusst flach: Erkunden, leichte Umgebungsrätsel, gelegentliche Fluchtszenen entwickeln kaum Systemtiefe
  • Linear und kurz, kaum Grund für einen zweiten Durchlauf außer Achievements oder versteckte Lore
Atmosphäre
  • +Stadt erzählt das Schicksal der Menschheit über Environmental Details statt Textwände
  • +Die stille Bindung zwischen Katze und B-12 trägt emotionales Gewicht und ein überraschend nachhaltiges Ende
Präsentation
  • +Optisch spielt Stray in einer Liga mit deutlich größeren Studios: neonbeleuchtete Gassen und verfallene Industrieanlagen sind dicht und voller Leben
  • +Soundtrack stützt die melancholische Stimmung und wird in fast jedem Review namentlich gelobt
  • +Zwitschernde Roboterlaute geben der Welt zusätzlichen Charakter
Umsetzung
  • +Technisch sauber, läuft auch auf älterer Hardware und unter Linux gut
  • Ein paar Physik-Bugs und fehlende manuelle Speicherpunkte trüben das Bild leicht
78 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
97.4%
positiv
Metacritic
82
/ 100
Entwickler
BlueTwelve Studio
Erschienen
19 Jul, 2022
Bewertet am
8. Juni 2026
Auf Steam ansehen →