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Nova Roma

Nova Roma

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„Römischer Aufbau zündet sofort, doch die Stadt läuft sich tot“

Das Spiel

Nova Roma ist ein Städtebauspiel, das einen vom ersten Dorf zur römischen Provinzhauptstadt führt. Man verlegt Aquädukte über verschiedene Höhenstufen, baut Versorgungsketten für Brot, Ziegel und Werkzeug auf und hält über Tempel und das Fervor-System die Götter bei Laune, was wiederum Fortschritt freischaltet. Wasser folgt einer eigenen Physik mit Dämmen und Gefälle, sodass die Geländeform den Stadtbau mitbestimmt. Verschiedene Modi reichen vom friedlichen Aufbau bis zu Schwierigkeitsgraden mit Überfällen und Quests. Das Spiel stammt von Lion Shield, den Machern von Kingdoms and Castles, und steht im Early Access.

Fazit

Nova Roma macht das, was Lion Shield schon bei Kingdoms and Castles konnte: einen Aufbau, der sofort einnimmt und in dem man die erste Provinzstadt fast nebenbei hochzieht. Die Wasserphysik über Höhenstufen ist die beste Idee des Spiels und gibt dem Bauen eine räumliche Note, die viele Genre-Vertreter nicht haben. Das Problem zeigt sich später: Sobald die Versorgung läuft und alle Gebäude stehen, oft schon nach wenigen Stunden, verliert das Spiel seine Aufgaben, und selbst der höchste Schwierigkeitsgrad fordert kaum. Dazu kommen Performance-Einbrüche in der Endphase und Bugs in der Geländegenerierung. Als Early-Access-Fundament ist das vielversprechend, aber die zweite Spielhälfte muss erst noch entstehen.

Gefällt dir, wenn …

  • +du entspannten, planerischen Städtebau ohne Druck magst
  • +dich Wassermanagement über Höhenstufen als Bau-Puzzle reizt
  • +du Early-Access-Titel begleitest, die noch wachsen

Nichts für dich, wenn …

  • du dauerhafte Herausforderung und ein forderndes Endgame erwartest
  • dich schnell erschöpfte Freischaltungen langweilen
  • dir unerklärte Systeme und Bugs den Spaß verderben

Wertung

Gameplay
  • +Der Einstieg gelingt sofort, Bauen und Ressourcenmanagement greifen ohne Hürde ineinander
  • +Entspanntes Aufbautempo, das viele Spieler stundenlang am Stück bei der Stange hält
  • +Aquädukte über Höhenstufen verlegen gibt dem Stadtbau ein eigenes räumliches Puzzle
  • Nach der Stabilisierung der Stadt verschwindet jede Herausforderung, selbst auf Hard
  • Fervor hängt am langsamen Abschluss von Quests, was sich eher nach Warten als nach Spielen anfühlt
Spieltiefe
  • +Wasserphysik mit Dämmen und Gefälle eröffnet echte planerische Möglichkeiten
  • +Götter-Progression und Tempel legen eine zweite Systemebene über den reinen Aufbau
  • Alle Gebäude sind oft schon nach drei Stunden freigeschaltet und platziert
  • Nach dem Anfangsaufbau bleiben kaum bedeutsame Entscheidungen übrig
  • Endgame-Content fehlt, die Stadt läuft sich selbst tot
  • Geringe Build-Varianz, die Wege durch eine Partie ähneln sich
Atmosphäre
  • +Das römische Setting mit Ziegeldächern und Götter-Widmung trägt thematisch gut
  • +Tempel einzelnen römischen Göttern zu weihen ist ein netter Aufhänger
  • Über die optische Inszenierung hinaus gibt es kaum Worldbuilding oder erzählerischen Rahmen
Präsentation
  • +Klare, hübsche Art Direction, Gebäude sind auf einen Blick lesbar
  • +Der Soundtrack ist zu Beginn stimmig und angenehm
  • Performance bricht bei wachsender Bevölkerung bis auf 30 fps ein
  • Zu wenige Musikstücke, der Soundtrack wiederholt sich schnell
  • Gelände- und Wasserdarstellung kann unübersichtlich werden
Umsetzung
  • +Aufgeräumte UI und verständliches Onboarding, gut poliert für Early Access
  • +Mechaniken sind über die Bauoberfläche meist selbsterklärend
  • Bugs machen das Spiel laut einigen Spielern zeitweise unspielbar
  • Geländegenerierung lässt Flüsse seltsam über die Ufer treten
  • Mehrere Systeme bleiben unerklärt und müssen durch Ausprobieren erschlossen werden
  • Gebäude sind auf kleinen Bildschirmen schwer auseinanderzuhalten
74 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
95.6%
positiv
Entwickler
Lion Shield
Erschienen
26 Mar, 2026
Bewertet am
25. Juni 2026
Auf Steam ansehen →
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