„Mach deine Zahl größer: cleverer Würfel-Deckbuilder mit Hundepilot“
Das Spiel
LONESTAR ist ein Roguelike-Deckbuilder, in dem du als Kopfgeldjäger mit deinem Raumschiff durchs Weltall reist, um gesuchte Verbrecher zu verfolgen und zu fassen. Du konstruierst dein Deck aus Karten, die Manöver und Fähigkeiten darstellen, um in rundenbasierten Kämpfen gegen Gegner zu bestehen. Mit jedem erfolgreich absolvierten Run sammelst du Schätze ein, schaltest neue Schiffe und Talente frei und stellst deine wachsende Flotte zusammen, um dich gegen immer stärkere Gegner durchzusetzen.
Fazit
LONESTAR nimmt eine fast schon banale Idee, deine Angriffszahl muss größer sein als die des Gegners, und baut daraus ein überraschend verzweigtes System aus Komponenten und Synergien. Der 'noch eine Runde'-Sog ist da, hält aber nicht über Wochen, weil die Belohnungen selten den Wow-Moment liefern.
Gefällt dir, wenn …
- +du an ineinandergreifenden Komponenten und Synergien wie in Backpack Hero Freude hast
- +du Ascension-Stufen als langfristige Ziele suchst
- +du das Jonglieren zwischen kurzfristigem Aufrüsten und langfristigem Scaling magst
Nichts für dich, wenn …
- −du einen Deckbuilder willst, der dich über Wochen bei der Stange hält
- −dir spannende Belohnungen und Wow-Momente beim Loot wichtig sind
- −du Wert auf erzählerische Tiefe legst
Wertung
- +Einfache Grundregel erzeugt erstaunlich komplexe Build-Entscheidungen
- +Jonglieren zwischen Aufrüsten für den nächsten Kampf und langfristigem Scaling trägt
- +Mechanik läuft rund und responsive
- −Begriffe stiften gelegentlich Verwirrung, etwa dass Karten 'Energy' heißen und gleichzeitig einen Wert von 1 bis 9 tragen
- +Komponenten greifen ineinander wie in Backpack Hero
- +Viele freischaltbare Charaktere und Modifikatoren halten die Sache frisch
- +Ascension-Stufen für den Schwierigkeitsgrad bieten zusätzliche Ziele
- −Kurze Runs und das Gefühl, schon alles gesehen zu haben, bremsen die Langzeitmotivation
- −Items und Belohnungen wirken zu selten richtig spannend
- −Fairer Preis, aber das wird nur erwähnt, weil die Langzeitmotivation begrenzt ist
- +Der Hund am Steuer des Raumschiffs bleibt charmanter als die meiste Genre-Konkurrenz
- −Erzählerisch passiert hier wenig
- −Audio-Design gehört zum Schwächsten, was das Genre zu bieten hat
- +Funktional und übersichtlich, für einen Indie-Deckbuilder völlig ausreichend
Wertung