„Robo-Dinos und der beste Bogen im Open-World-Genre“
Das Spiel
Horizon Zero Dawn ist ein Open-World Action-RPG, das in einer postapokalyptischen Welt spielt, in der Maschinen die Natur zurückerobert haben. Du steuerst die Jägerin Aloy und kombinierst in Echtzeit-Kämpfen Fernwaffen, Fallen und Elementareffekte, um mechanische Gegner gezielt zu zerlegen, während du gleichzeitig eine größere Geschichte über die Ursprünge dieser Welt aufdeckst. Zwischen den Missionen erkundest du eine offene Landschaft mit verschiedenen Biomen, sammelst Ressourcen, folgst Nebenquests und suchst nach Audio-Logs, die das Mysterium um die Maschinen lüften.
Fazit
Horizon Zero Dawn lebt von seinem Kampfsystem: Maschinen-Kolosse mit dem Bogen Teil für Teil zerlegen, Fallen stellen, aus dem hohen Gras heraus zuschlagen. Drumherum klebt eine Open World nach Ubisoft-Schablone, die sich zu lange zieht. Wer die Hauptstory und die Kämpfe fokussiert, bekommt eines der starken Action-RPGs des letzten Jahrzehnts. Wer alle Icons abklappert, ermüdet.
Gefällt dir, wenn …
- +du dich gern vorbereitest und Kämpfe taktisch durchplanst
- +dich ein langsam enthülltes Mysterium über viele Stunden trägt
- +du dich auf eine glaubwürdige Hauptfigur statt ein Blanko-Avatar einlässt
Nichts für dich, wenn …
- −du Story erleben willst statt sie aus Datenlogs im Vorbeigehen abzuklicken
- −dich das Abklappern jedes Icons in offenen Welten ermüdet
- −dir die menschlichen Gegner zu belanglos gegenüber den Maschinen sind
Wertung
- +Kampfsystem mit echter taktischer Tiefe: Schwachstellen, Elemente, Fallen, Stealth ermöglichen verschiedene Lösungsansätze
- +Maschinen-Kolosse zu zerlegen, ihre Teile zu plündern und sie gegen Feinde einzusetzen bietet befriedigende Progression
- +Stealth-Optionen und Fallenmechaniken belohnen Vorbereitung und Planung
- −Kämpfe gegen menschliche Gegner sind deutlich schwächer als gegen Maschinen
- −Klettern reagiert hakellig und bremst die Erkundung
- −Stealth-Angriffe sind unzuverlässig und frustrier regelmäßig bei geplanten Ansätzen
- +NG+ und mehrere Schwierigkeitsgrade laden zum zweiten Durchlauf ein
- +Complete Edition packt das Frozen-Wilds-Addon und erhebliche Menge an Nebeninhalt
- −Open World folgt der Icon-Grindformel und überreizt ihren Umfang in der zweiten Hälfte
- −80 Prozent der Story stecken in Datenlogs, die man im Gehen abklickt, statt sie zu erleben
- −Spielzeit zieht sich unnötig lang, viele Spieler brechen vor NG+ ab
- +Prämisse einer Maschinen-Tierwelt auf post-apokalyptischer Erde trägt weit und motiviert zum Weiterspielen
- +Aloy ist eine glaubwürdige Hauptfigur ohne Hohlheit
- +Untergangsmythos und Worldbuilding sind stark genug, dass manche Spieler den Controller aus der Hand legen, um Erfahrenes zu verarbeiten
- −Narrative Substanz ist zu stark an Datenlogs gebunden, die man nebenbei abklickt
- +Artdesign der Maschinen ist der eigentliche Star und überzeugend durchdacht
- +Visuelles Erscheinungsbild bleibt Jahre nach Release hervorragend und läuft auf moderner Hardware ohne Hardware-Last
- +Musikkomposition erhält Lob für ihre Qualität
- −Audio-Abmischung ist flach und leidet unter regelmäßigen Bugs
- +PC-Port läuft auf moderner Hardware rund ohne nennenswerte Performance-Probleme
- −Gelegentliche Crashes unterbrechen das Spielerlebnis
- −Audio-Bugs beeinträchtigen die Soundqualität regelmäßig
Wertung