„Melinoë schlägt Zagreus im Gameplay, stolpert beim Erzählen“
Das Spiel
Du erkundest als Melinoë, Tochter des Hades, die Unterwelt und darüber hinaus, um dich dem Titanen Kronos entgegenzustellen. Jeder Run führt dich durch prozedural generierte Räume voller Gegner, die du mit verschiedenen Waffen und zauberischen Fähigkeiten bekämpfst. Zwischen den Runs verbesserst du deine Charakterfähigkeiten, schaltest neue Zauber und Waffen frei und erlebst die Geschichte in fragmentarischen Gesprächen mit NPCs, die du im Hauptquartier triffst.
Fazit
Hades II nimmt das fast perfekte Original und schraubt überall dort nach, wo es zählt: Build-Vielfalt, Waffen-Aspekte, das Arcana-System. Wer nur kämpfen und draften will, bekommt das beste Roguelite auf dem Markt. Die Geschichte dagegen tröpfelt im Schneckentempo durch Zufallsdialoge und wird zur Geduldsprobe, je näher man dem Epilog kommt.
Gefällt dir, wenn …
- +du gern um Waffen und Boons herum baust, statt Werte stumpf hochzuziehen
- +dir taktische Build-Vielfalt wichtiger ist als ein flüssiges Ausweich-Spamming
- +dich Roguelites über 100 Stunden bei der Stange halten dürfen
Nichts für dich, wenn …
- −du eine zusammenhängende Geschichte willst statt Fragmente im Schneckentempo
- −du eine sofort fesselnde Hauptfigur und ein zündendes Familiendrama erwartest
- −dich zäher Grind nervt, sobald nichts Neues mehr kommt
Wertung
- +Arcana-System belohnt dich dafür, um Waffen und Boons herum zu bauen, statt Werte stumpf hochzuziehen
- +Omega-Moves und zwei Routen geben jedem Run taktische Würze
- +Fast jeder Build lässt sich irgendwie zum Laufen bringen
- −Melinoës Dash fühlt sich schwerfälliger an als Zagreus' spammbares Ausweichen
- +Build-Vielfalt und Waffen-Aspekte übertreffen den ersten Teil deutlich
- +100 Stunden und kein bisschen müde – die Regel statt die Ausnahme
- +Für den Preis eine der inhaltsreichsten Erfahrungen im Genre
- −Wer alles auf 100 Prozent treiben will, mahlt sich am Ende durch zähen Grind, der nichts Neues mehr bietet
- +Die Hauptgeschichte wird durch fragmentarische Gespräche erzählt, die du zwischen den Runs mit NPCs führst
- −Story schreitet oft nur einen Zufallsdialog pro Run voran und wird zur Geduldsprobe
- −Mehrere Nebenstränge bleiben selbst nach 100 Runs auf halber Strecke stehen
- −Melinoë wirkt blasser als Zagreus, und der Familiendrama-Plot zündet nicht bei jedem
- +Handgezeichneter Stil sitzt, jede Region ist wiedererkennbar
- +Soundtrack variiert stärker in Ton und Instrumentierung als im Vorgänger
- +Vertonung bleibt erstklassig
- +Nach über einem Jahr Early Access sitzt fast alles, Combat fließt sauber
- +Belohnungssystem verschwendet deine Zeit nicht und sagt dir klar, wo du welche Items findest
- +Läuft sauber auch auf dem Steam Deck
Wertung