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Griftlands

Griftlands

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„Deckbuilder mit zwei Kartensystemen und echtem Story-Gewicht“

Das Spiel

In Griftlands spielst du als Sal, einen Grifter, der sich durch zwei parallele Deck-Building-Systeme aus Schulden befreien muss: eines für Verhandlungen, eines für Kämpfe. Du nimmst Jobs an, führst Gespräche, liest deine Gesprächspartner und sammelst Karten, um entweder durch Argumentation oder Gewalt ans Ziel zu kommen. Jeder Run prägt durch die gemachten Verbündeten und aufgebauten Decks eine eigene Geschichte, die sich bei jedem Neustart völlig anders entwickelt.

Fazit

Griftlands schraubt zwei komplette Kartensysteme zusammen, eines fürs Verhandeln, eines fürs Kämpfen, und lässt deine Entscheidungen tatsächlich an den NPCs hängen. Das ist clever und eigenständig, aber als Roguelite trägt es weniger weit als seine Vorbilder, weil die Geschichten am Ende doch auf Schienen laufen und die Karten selbst selten zünden.

Gefällt dir, wenn …

  • +du einen Roguelite vor allem wegen Welt, NPCs und Konsequenzen spielst, weniger wegen Deck-Optimierung
  • +dir Verhandlung als eigenes Kartensystem neben dem Kampf gefällt
  • +du drei Charaktere mit eigenen Kampagnen und langer Spielzeit fürs Geld suchst

Nichts für dich, wenn …

  • du auf endlose Build-Varianten wie in Slay the Spire hoffst
  • du erwartest, dass sich Geschichten frei verzweigen statt nach mehreren Runs auf Schienen zu laufen
  • du einen schnellen Einstieg willst statt langer Dialoge und Runs zum Freischalten der guten Karten

Wertung

Gameplay
  • +Verhandlung als Kartenkampf gegen Argumente funktioniert besser als erwartet und bietet eine eigenständige Alternative zu reinen Kampfsystemen
  • Einzelne Karten bleiben oft blass, die Mechanik wirkt eher breit als tief
  • Erste Runs können sich durch unausgewogene Zufallsereignisse frustrierend anfühlen
Spieltiefe
  • +Verhandlung und Kampf als zwei getrennte Deckbuilder, beide mit eigener Logik
  • +Drei Charaktere mit eigenen Decks, Mechaniken und Storylines
  • +Drei Charaktere mit eigenen Kampagnen für unter 17 Euro, dazu Spielzeiten von 50 bis 150 Stunden bei den Fans
  • Interessante Karten schalten erst nach einem Run pro Charakter frei, der Einstieg zieht sich
  • Wer auf endlose Build-Varianten wie in Slay the Spire hofft, stößt schneller an die Grenzen
  • Das narrative Gerüst bleibt zwischen den Runs zu starr
Atmosphäre
  • +Beziehungen zu NPCs verändern sich spürbar nach deinen Entscheidungen
  • +Die Welt lebt, Entscheidungen haben Konsequenzen, und der Humor trifft mehr als er daneben liegt
  • Die Geschichten wiederholen sich und fühlen sich nach mehreren Runs wie ein Schienenstrang an
Präsentation
  • +Der Klei Artstyle ist klar und eigenständig, optisch gibt es nichts auszusetzen
  • Das Kauderwelsch-Voiceover spaltet: charmant für die einen, störend beim Lesen für die anderen
Umsetzung
  • +Läuft rund, sieht stimmig aus, kein technisches Stolpern
  • Lange Dialoge und Tutorial-Stimme bremsen den Start aus
79 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
93.5%
positiv
Metacritic
84
/ 100
Entwickler
Klei Entertainment
Erschienen
1 Jun, 2021
Bewertet am
8. Juni 2026
Auf Steam ansehen →