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Grail

Grail

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„Deck gebaut, Kontrolle abgegeben“

Das Spiel

„Grail“ ist ein Strategiespiel, das Deckbuilding und Auto-Battler zusammenführt. Ihr stellt ein Kartendeck zusammen und verbessert es anschließend mit Upgrades, Verzauberungen und Stickern. Im Kampf spielt sich dieses Deck dann ganz von selbst. Ziel ist es, mächtige, kaskadierende Synergien aufzubauen, um eine Reihe von Monstern und die asynchronen Decks anderer Spieler zu besiegen. Am Ende wartet der namensgebende Gral.

Fazit

„Grail“ ist ein faszinierendes Designexperiment, das aus euch eher einen Ingenieur als einen Piloten machen will. Ihr verbringt eure Zeit damit, ein Deck akribisch zusammenzusetzen, nur um mit Kampfbeginn jede Kontrolle abzugeben. Wenn diese Maschine funktioniert, ist das wunderschön anzusehen. Stottert sie und scheitert aus Gründen, die willkürlich wirken, kann der passive Ansatz zur Geduldsprobe werden. Für alle, die gern einen Motor bauen und ihn dann laufen lassen, ist das eine klare Empfehlung. Stellt euch aber auf die Momente ein, in denen ihr nur noch zusehen könnt, wie das Ganze über die Klippe fährt.

Gefällt dir, wenn …

  • +Ihr gern an Builds tüftelt und anschließend zuseht, wie sie von allein aufgehen.
  • +Auto-Battler wie „Super Auto Pets“ genau euer Ding sind und ihr darauf noch einen Deckbuilding-Dreh wollt.
  • +Es euer liebster Teil eines Roguelikes ist, durch Zufall auf unerwartete, spielsprengende Synergien zu stoßen.

Nichts für dich, wenn …

  • −Ihr direkte Kontrolle über eure Strategie braucht, Zug für Zug.
  • −Ein verlorener Run durch eine Pechsträhne ohne jede Möglichkeit zum Gegensteuern für euch ein Ausschlusskriterium ist.
  • −Euch ein Spiel, in dem sich nicht präzise nachvollziehen lässt, warum eine Strategie gescheitert ist, nur frustriert.

Wertung

Gameplay
  • +Die Mischung aus Deckbuilding und Auto-Battler wirkt frisch und verlangt eine andere Art strategischer Planung.
  • +Es ist ausgesprochen befriedigend, einem sauber gebauten Deck dabei zuzusehen, wie es seinen Plan perfekt abspult.
  • +Die Spielschleife aus Bauen, Testen und Verfeinern des automatisierten Decks funktioniert hervorragend.
  • −Während der Kämpfe habt ihr keinerlei Kontrolle. Wenn Karten ungünstig ausgespielt werden und deshalb eine Niederlage entsteht, frustriert das schnell.
  • −Der hohe Zufallsanteil bei Kartenziehen und Events lässt manche Runs eher wie eine Lotterie wirken als wie eine echte Könnenprobe.
  • −Scheitert ein Build, gibt das Spiel oft nur schwache Hinweise darauf, woran es lag. Das erschwert es, daraus zu lernen.
Spieltiefe
  • +Die große Auswahl an Karten, Verzauberungen und Stickern eröffnet enorm viele mögliche Build-Strategien.
  • +Mehrere Figuren und versteckte Enden setzen starke Anreize für weitere Runs.
  • +Das System aus Kettenreaktionen und Energiemanagement bietet viel Tiefgang.
  • −Einen bestimmten, mächtigen Build zu erreichen, fühlt sich oft vollständig vom Glück abhängig an.
  • −Der Zufall kann das Gefühl untergraben, wirklich bedeutsame strategische Entscheidungen zu treffen.
Atmosphäre
  • +Die Hintergrundgeschichte der Welt steckt in den Karten und ist für alle da, die gezielt danach suchen.
  • +Die Story-Elemente drängen sich nicht auf. Sie schaffen Atmosphäre, ohne das eigentliche Spiel zu unterbrechen.
  • +Ein gut geschriebener Epilog sorgt für einen befriedigenden Abschluss der Reise.
Präsentation
  • +Der niedliche, farbenfrohe Pixelstil ist charmant und durchgängig stimmig.
  • +Kartenanimationen und visuelle Effekte verleihen den automatisierten Kämpfen wohltuend Wucht.
  • +Soundtrack und Sounddesign tragen viel zu einer gemütlichen, einladenden Atmosphäre bei.
  • −Einige Bildschirmübergänge sollen Berichten zufolge Freezes verursachen können.
  • −Vereinzelte Grafikfehler und Abstürze schmälern den Feinschliff.
Umsetzung
  • +Es gibt einige willkommene Komfortfunktionen.
  • +Das asynchrone Mehrspielersystem ist ein cleverer Weg, PvP ohne direkte Konfrontation einzubauen.
  • −Die Benutzeroberfläche kann fehleranfällig und unintuitiv sein, wodurch schwer zu verfolgen ist, was gerade passiert.
  • −Wichtige Mechaniken werden nicht immer klar erklärt.
  • −Das Ranglisten-Mehrspielersystem wirkt unausgewogen.
76 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
85.6%
positiv
Entwickler
Sokpop Collective
Erschienen
1 Sep, 2026
Bewertet am
1. Oktober 2026
Auf Steam ansehen →