„Slot-Machine-Shop macht gierig, bis Grandmaster zum Münzwurf wird“
Das Spiel
Oaken Tower ist ein PvP-Auto-Battler von Solo-Entwickler Bocary Studios, aktuell im Early Access. Statt Einheiten stellst du einen Turm aus Items zusammen, der automatisch gegen die Aufbauten anderer Spieler kämpft. Im Shop, der wie ein Spielautomat funktioniert, kaufst du Gegenstände, verkettest Synergien über Stämme wie Elfen, Feuer oder Goblins und skalierst deinen Schaden über die Runden hoch. Die Kämpfe laufen asynchron gegen die Builds echter Gegner, eine Runde dauert nur Sekunden. Ein Rang-System führt bis zum Grandmaster, dazu gibt es einen Endlosmodus und Freischaltungen.
Fazit
Oaken Tower macht seine wenigen Ideen richtig: Der Shop-Loop belohnt Synergie-Wissen, die Runden gehen schnell von der Hand und der Preis ist fair. Als Early-Access-Titel eines Einzelentwicklers ist die Basis erstaunlich rund, doch im Grandmaster-Rang zeigt das Balancing Zähne, die eher nach Glück als nach Skill schmecken, und das umstrittene Grafik-Update spaltet die Spielerschaft. Wer den Ranked-Ehrgeiz beiseitelässt und die Kombinatorik genießt, bekommt hier viel Spiel fürs Geld. Wer ganz nach oben will, sollte mit zufallslastigen Runs Frieden schließen können.
Gefällt dir, wenn …
- +du Auto-Battler wie Backpack Battles oder The Bazaar magst und gern Synergien tüftelst
- +dir kurze Runden liegen, die man zwischendurch schnell wegspielt
- +du für 8 Euro einen fokussierten Kern-Loop ohne Ballast suchst
Nichts für dich, wenn …
- −dich zufallslastige Niederlagen im Ranked-Modus schnell frustrieren
- −du im Endgame Build-Vielfalt statt einer festen Meta erwartest
- −dich reine Mechanik ohne jede Story kaltlässt
Wertung
- +Kurze Runden und der Gedanke 'nur noch ein Shop-Durchlauf' treiben von Match zu Match
- +Der Spielautomaten-Shop macht das Zusammensuchen von Items zum Kernreiz
- +Synergien greifen spürbar ineinander, gelungene Builds skalieren exponentiell hoch
- +Leicht zu greifen, die Steuerung reagiert prompt
- −Ab dem Grandmaster-Rang entscheiden oft die High-Roll-Gegner statt eigenes Können
- −Matchmaking wirft Gegner ins Feld, die 100 bis 200 Prozent stärker skaliert haben, Runs enden bei 9/10 Siegen
- +Stämme, Startperks und Item-Kombinationen erlauben eine breite Palette an Builds
- +Der Shop belohnt Kenntnis der Synergien mit echten Entscheidungen
- +Kaum ein Match läuft identisch, die Permutationen halten frisch
- −Im Endgame kristallisiert sich häufig ein einziger dominanter Meta-Build heraus, statt mehrerer Optionen
- −Die zugrundeliegenden Systeme sind eher simpel, die Tiefe entsteht aus Kombinatorik
- +Die Pixel-Art wird für Stil und klare Lesbarkeit gelobt
- +Musik und Sound stützen eine entspannte Grundstimmung
- −Das jüngste Grafik-Redesign gilt vielen als Rückschritt: überladen und schwerer zu lesen als die Demo
- −Effekte strengen bei langen Sessions die Augen an
- +Das Spiel lädt in Sekunden, drei bis vier Matches passen in die Ladezeit anderer Titel
- +Die Oberfläche läuft flüssig und reagiert sauber
- −Überlappende Inventar-Flächen führen zum versehentlichen Verkauf von Items
- −Tränke-Verwaltung ist mühsam, unbrauchbare müssen manuell gelöscht werden, Auto-Sort fehlt
- −Vereinzelt Abstürze durch Inventar-Überlauf und Disconnects unter Linux
Wertung