„Lineares JRPG mit überraschend tiefem Kampfsystem“
Das Spiel
In der Utopie Cocoon und der Urwelt Pulse wird eine Gruppe von Menschen in einen Konflikt gegen übermächtige Kräfte hineingezogen. Man steuert Lightning und ihre Gefährten durch linear strukturierte Szenarien, wobei sich Kämpfe in Echtzeit mit automatisiertem Command-System abspielen, während man Rollen und Fähigkeiten seiner Charaktere zwischen den Kämpfen optimiert. Das Spiel verbindet schnelle, taktische Battles mit einer Erzählung, die sich über verschiedene spielbare Charaktere und ihre wechselnden Ziele entfaltet.
Fazit
FINAL FANTASY XIII verschenkt seine erste Hälfte an enge Gänge und Tutorial-Tröpfeln, liefert aber ab Kapitel 9 eines der durchdachtesten Kampfsysteme der Reihe. Wer das Paradigmen-System ernst nimmt, statt nur Auto-Battle zu drücken, findet hier eine echte taktische Schicht. Der katastrophale PC-Port ist das eigentliche Problem, nicht das Spiel.
Gefällt dir, wenn …
- +du dich auf 20 bis 30 Stunden Anlauf einlässt, bevor das System aufgeht
- +du Kämpfe als taktische Puzzles mit aktivem Rollenwechsel angehst
- +dich lineare, erzählgetriebene Szenarien mehr reizen als offene Welten
Nichts für dich, wenn …
- −du Mechaniken von Anfang an verfügbar haben willst
- −du Wert auf Wiederspielwert und abzweigende Wege legst
- −du Hintergründe lieber im Spiel erlebst als in Datalogs nachliest
Wertung
- +Paradigmen- und Stagger-System belohnt aktives Umschalten statt passivem Auto-Battle
- +Vollständige Heilung und straffreie Wiederholung machen jeden Kampf zum lösbaren Puzzle
- −Erste 20 bis 30 Stunden sind ein langgezogener Schlauch mit unvollständigem Kampfsystem
- −Mechaniken werden quälend langsam freigeschaltet statt von Anfang an verfügbar zu sein
- +Paradigmen-System offenbart deutlich mehr taktische Tiefe, als der Auto-Battle-Button vermuten lässt
- +Crystarium-Grind und Kampf-Loop motivieren einzelne Spieler zu zweifacher Komplettierung
- −Strikte Linearität der Story bremst den Wiederspielwert spürbar aus
- +Charakterentwicklung trägt überzeugen, sobald das System vollständig verfügbar ist
- −Story packt zu viel Terminologie in nachlesbare Datalogs statt ins Spiel selbst
- −Englisches Voice-Acting fällt ab und wird der Erzählung nicht gerecht
- +Kunststil und vorgerenderte Inszenierung halten auch nach über zehn Jahren stand
- +Soundtrack ist über jeden Zweifel erhaben
- −Niedrig aufgelöste Modelle und Texturen fallen in Echtzeit-Szenen schnell auf
- −PC-Port stürzt ohne Community-Patches reihenweise ab oder startet gar nicht
- −Beträchtlicher Aufwand nötig, das Spiel überhaupt zum Laufen zu bringen
Wertung