„Der XCOM-Ableger als zugängliche Breach-Taktik mit Reibung“
Das Spiel
XCOM: Chimera Squad spielt in einem fiktiven Earth nach dem Sieg gegen die Aliens, in dem Mensch und Extraterrestrier nun gemeinsam eine Spezialeinheit bilden. Du leitest Einsätze aus taktischer Perspektive, positionierst deine multinationalen Charaktere auf Gittern und nutzt ihre unterschiedlichen Fähigkeiten, um gegnerische Squads in rundenbasiertem Combat auszuschalten. Zwischen den Missionen verwaltest du dein Team, entscheidest über Upgrades und entschlüsselst, welche Alienrassen hinter einer neu entstandenen Aufständischenbewegung stecken.
Fazit
Chimera Squad nimmt die XCOM-Formel auseinander und baut sie kleiner, schneller und zugänglicher wieder zusammen. Das Action-Economy-Spiel mit festen Helden und Breach-Phasen funktioniert taktisch, verliert aber durch winzige Maps und das Verbot, einen Charakter zu verlieren, einen Großteil der Spannung, die die Hauptserie ausmacht. Für 10 Euro ein gutes Experiment, kein vollwertiger Nachfolger.
Gefällt dir, wenn …
- +du eine zugänglichere, schnellere XCOM-Variante suchst
- +dir feste, charaktergetriebene Helden mehr liegen als austauschbare Soldaten
- +du planbare Gefechte ohne zufällig aktivierte Gegnergruppen bevorzugst
Nichts für dich, wenn …
- −dir der Nervenkitzel verlorener Charaktere und echter Permadeath fehlt
- −du Langstrecken-Sniping und große Maps zum Positionieren brauchst
- −du auf viel Varianz und langfristigen Wiederspielwert über 20 Stunden hinaus aus bist
Wertung
- +Breach-Phasen und ineinander verzahnte Zugreihenfolge schaffen frische taktische Situationen rund um Action Economy
- +Deutlich zugänglicher als XCOM 2, kein zufälliges Aktivieren von Gegnergruppen durch Bewegung
- −Ein verlorener Charakter bedeutet sofortiges Missionsende, das nimmt der Schwierigkeit die Zähne
- −Kleine Maps und kurze Gefechte reduzieren die Positionierungstiefe, kein Langstrecken-Sniping mehr
- +Feste, charaktergetriebene Truppe statt austauschbarer Soldaten, für viele der heimliche Star
- +Action Economy und Flächeneffekte erzeugen echte taktische Entscheidungen
- −Acht Agenten ohne Mods und kurze Kampagne von rund 20 Stunden begrenzen die Varianz deutlich
- −Trial-and-Error-Sicherheitsnetz und winzige Maps decken die strategische Tiefe nach oben
- +Charaktere tragen das Spiel und die SWAT-gegen-Aliens-Prämisse ist charmant
- −Story bleibt undercooked und ständige One-Liner beißen sich mit ernsteren Themen
- +Optisch näher am Comic als die Hauptserie
- −Save-bricking Bug im finalen Bosskampf existiert seit Launch und ist im Ironman-Modus fatal
- −Visuelle Glitches in längeren Missionen stören mehr als die schlichte Präsentation
Wertung