„Für fünf Euro ein ganzes Genre losgetreten“
Das Spiel
In Vampire Survivors bewegst du eine Figur über ein einzelnes Bildschirmfeld, während hunderte Monster kontinuierlich auf dich zustürmen. Dein Character feuert automatisch ab – du steuerst nur Position und Richtung, weichst Projektilen aus und sammelst Items auf, die passive Effekte freisetzen oder bestehende Waffen verbessern. Mit jedem Kill und jeder überstandenen Welle wächst dein Arsenal durch permanente Upgrades und Synergien zwischen den Fähigkeiten exponentiell an, bis du am Ende eines 30-Minuten-Runs entweder überwältigt wirst oder die Nacht überlebst. Welche Waffen du nimmt, wie du sie kombinierst und wann du über permanente Charakterentwicklung investierst, formt jede einzelne Partie unterschiedlich.
Fazit
Vampire Survivors hat ein ganzes Genre losgetreten, und man merkt schnell warum. Aus lächerlich einfachen Regeln, du bewegst dich, die Waffen feuern von allein, entsteht ein Snowball-Effekt, der nach 30 Minuten in ein Bildschirm füllendes Inferno aus Projektilen und sterbenden Monstern kippt. Für 4,99€ bekommst du absurd viel, auch wenn die echte mechanische Tiefe schmaler ist, als die hunderte Freischaltungen vermuten lassen.
Gefällt dir, wenn …
- +du gern Waffen-Kombinationen und versteckte Secrets durchprobierst und freischaltest
- +dich ein Snowball-Effekt reizt, der vom hilflosen Start ins Bildschirm-Inferno kippt
- +du Positionierung und Wellen-Lesen vor Reaktionstempo stellst
Nichts für dich, wenn …
- −du durchgehend mechanische Forderung statt Autopilot erwartest
- −du sofort fesselnde Runs willst und keine Lust auf zähe Anfangs-Freischalterei hast
Wertung
- +Snowball-Aufbau von hilflos zu allmächtig innerhalb einer einzigen 30-Minuten-Run
- +Waffen-Evolutions und Build-Entscheidungen eskalieren kontinuierlich und erzeugen ständig neue taktische Optionen
- −Mechanisch flacher, als der Berg an Inhalten suggeriert, vieles läuft auf Autopilot
- −Die ersten Runs sind zäh, bis genug freigeschaltet ist, dass die Synergien zünden
- +Gigantischer Umfang an Charakteren, Waffen, Evolutions und versteckten Secrets
- +Entdecken der richtigen Kombinationen trägt erstaunlich lange und motiviert zum Experimentieren
- +Hunderte Stunden Inhalt für 4,99€, selbst nach 100 Stunden gibt es noch Freischaltungen
- −Echte taktische Tiefe ist begrenzt, die Vielzahl der Systeme maskiert teilweise begrenzte Entscheidungsbreite
- +Gotisches Castlevania-Setting ist charmant und liefert nette Vierte-Wand-Brüche
- +Soundtrack wird durchgehend gelobt und liefert kontinuierliches Belohnungsgefühl
- +Soundeffekte funktionieren als eigenes Belohnungssystem, sterbende Gegner klingen wie Popcorn in der Mikrowelle
- −Partikelgewitter bei voller Bildschirmfüllung kann für manche ermüden oder sogar Kopfschmerzen auslösen
- +Läuft selbst auf alter Hardware, wird nach Jahren noch mit Updates versorgt und fühlt sich sauber an
- −Chest-Reveal-Animation hält den Spielfluss minimal auf
Wertung