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SWAPMEAT

SWAPMEAT

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„Körperteile klauen zündet im Koop, Balance und Crashes bremsen“

Das Spiel

SWAPMEAT ist ein Action-Roguelite in der Third-Person-Perspektive, das sich allein oder im Koop mit bis zu vier Spielern spielen lässt. Man kämpft sich durch drei außerirdische Planeten und reißt getöteten Gegnern mitten im Gefecht Körperteile ab, um sie sich selbst anzumontieren. Jedes Teil bringt eine eigene Fähigkeit: Beine für einen Dreifachsprung, ein Torso, der Geschütztürme abwirft, ein Truthahnkopf, der Granaten verschießt. Dazu kommen anpassbare Waffen wie Railgun und Raketenwerfer, verschiedene Schadenstypen und ein Prestige-System mit vier Schwierigkeitsstufen von Casual bis Nightmare. Die Version 1.0 folgt auf eine Early-Access-Phase.

Fazit

SWAPMEAT verkauft seine Kernidee überzeugend: Gegnern die Beine abzureißen und damit selbst dreifach zu springen, während der Truthahnkopf Granaten spuckt, macht besonders im Koop Laune. Nur hält das Fundament der Präsentation und der Technik nicht ganz Schritt. Auf Hard und Nightmare schrumpft die gefeierte Vielfalt auf eine Handvoll brauchbarer Builds zusammen, und Crashes auf den späteren Welten unterbrechen Runs an der falschen Stelle. Mit mehr Content und einem Balance-Pass könnte hier viel mehr stehen, doch schon jetzt ist es ein spaßiges, chaotisches Roguelite für Gruppen, das man mit Blick auf die Patch-Notes im Auge behalten sollte.

Gefällt dir, wenn …

  • +du im Vierer-Koop gern experimentierst und lachst
  • +dich abstruse Fähigkeitskombinationen mehr reizen als sauberes Balancing
  • +dir ein griffiger Third-Person-Shooter mit eigenwilliger Optik reicht

Nichts für dich, wenn …

  • du auf hohen Schwierigkeitsgraden echte Build-Freiheit statt weniger Zwangs-Metas erwartest
  • dich Crashes und fehlende Tutorials schnell aus dem Spiel treiben
  • dir drei Planeten für dauerhaften Wiederspielwert zu wenig sind

Wertung

Gameplay
  • +Das Abreißen und Anmontieren von Gegner-Körperteilen mitten im Kampf ist eine eigenständige Idee, die den Gunplay-Loop trägt
  • +Schießen fühlt sich griffig an, die Steuerung reagiert direkt
  • +Die Kombination aus Beinen, Torsi und Köpfen erzeugt ständig neue Bewegungs- und Angriffsmuster
  • Auf Hard und Nightmare bleiben nur wenige Waffen- und Körperteil-Kombis überhaupt spielbar, der Rest verkommt zur Deko
  • Diese Meta-Verengung drückt das Spiel in wiederholte Zwangs-Builds statt echter Wahlfreiheit
  • Ein Teil der Spieler empfindet den Loop aus Landen, Eier-Gegner abschießen und Teile einsammeln als eintönig
Spieltiefe
  • +Wer über 20 Stunden dranbleibt, lobt die Build-Vielfalt und das Herumprobieren mit Synergien
  • +Der stetige Strom an Unlocks lässt frühe Runs unterschiedlich wirken
  • Nur drei Planeten mit jeweils zwei Ebenen plus Bossfight, das wirkt für ein Roguelite dünn
  • Die geringe Zahl brauchbarer Meta-Optionen auf hohen Stufen beschneidet die Entscheidungstiefe genau dort, wo sie zählen müsste
  • Der anfängliche Reiz der Kombinationen nutzt sich mit steigender Spielzeit ab
Atmosphäre
  • +Der absurde, schräge Ton und der schwarzhumorige Schreibstil treffen bei vielen ins Schwarze
  • +Die Dialoge tragen deutlich Persönlichkeit
  • Der meme-lastige Humor kippt für manche ins Peinliche und wirkt aufgesetzt
  • Chinesische und traditionell-chinesische Lokalisierung ist lückenhaft, teils fehlt Übersetzung ganz
Präsentation
  • +Art Direction und Animationen stecken voller Einfälle und werden durchweg gelobt
  • +Jeder Planet steckt voller Farbe und eigenem Charakter
  • +Der Soundtrack kommt gut an
  • Auf höheren Schwierigkeitsgraden ist der Bildschirm mit Effekten überladen, man verliert den Überblick
  • Stuttering und Frame-Drops treten selbst auf niedrigsten Einstellungen auf
  • Das Sounddesign spaltet die Meinungen
Umsetzung
  • +Auf gut laufenden PCs wirkt das Spiel poliert und stabil
  • +Steam-Deck-Unterstützung ist vorhanden
  • Wiederholte Crashes auf Welt 2 und 3 reißen Runs mitten heraus
  • Das Onboarding ist minimal, zentrale Mechaniken bleiben unerklärt
  • Die überladene UI verdeckt wichtige Informationen
  • Berichte über Swap- und Reload-Eingaben, die weder mit Tastatur noch Controller zuverlässig auslösen
77 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
88.3%
positiv
Entwickler
One More Game
Erschienen
17 Jun, 2026
Bewertet am
8. Juli 2026
Auf Steam ansehen →