„Solider Dungeon-Crawl, der seine Magie hinter die Kasse stellt“
Das Spiel
RAIDBORN ist ein Fantasy-Action-RPG in der Ich-Perspektive, in dem du prozedural generierte Dungeons erkundest, Gegner bekämpfst und Beute sammelst. Du verbesserst zwischen den Runs dein Außenposten-Lager, stellst Ausrüstung her und legst die Schwierigkeit selbst fest – vom entspannten Adventure bis zum Hardcore-Roguelike. Das Spiel setzt auf Replayability durch endlose Quests und eine Vielzahl von Loot-Kombinationen, die deinen Charakter mit jeder Session anders ausstatten.
Fazit
RAIDBORN baut eine ehrliche First-Person-Schleife aus Erkunden, Looten und Kämpfen, die für einen Solo-Entwickler erstaunlich rund läuft. Dann verkauft Phodex am Release-Tag das Magiesystem als separates DLC für die Hälfte des Hauptpreises, und genau dieser Schritt verbrennt das Vertrauen, das die Early-Access-Zeit aufgebaut hatte. Wer über die dünne Dungeon-Vielfalt und die Speicherstand-Bugs hinwegsehen kann, bekommt einen verlässlichen Feierabend-Crawler.
Gefällt dir, wenn …
- +du dir das Pacing selbst von entspannt bis Hardcore-Roguelike einstellst
- +ein verlässlicher Feierabend-Crawler aus Looten und Outpost-Ausbau dir reicht
- +Timing-Kämpfe aus Parade, Tritt und Powerangriff dich tragen
Nichts für dich, wenn …
- −du Abwechslung statt vier Dungeons und gleicher Gegnerfraktionen erwartest
- −dir Progression zu langsam hochkommt
- −du ein lebendiges Hub statt funktional zusammengesetzter Orte willst
Wertung
- +Angriff, Parade, Tritt und Powerangriff greifen sauber ineinander
- +Schwierigkeitsanpassung vom entspannten Adventure bis zum Hardcore-Roguelike ermöglicht individualisiertes Pacing
- −Kampfsystem öffnet sich kaum über die Grundmechaniken hinaus
- +Loot-Loop und Outpost-Ausbau motivieren über Dutzende Stunden
- +Skill-Leveling schafft langfristige Progression
- −Vier Dungeons und immer dieselben Gegnerfraktionen, die Prozedural-Generierung bleibt oberflächlich
- −Skill-Leveling kommt zu langsam hoch
- −Magie als Day-1-DLC für die Hälfte des Hauptpreises wirkt wie herausgeschnittener Kerninhalt
- +Vertonte Charaktere und einfache Quests geben dem Crawl Motivation
- −Hub-Ort und Outpost wirken funktional zusammengesetzt statt lebendig
- +Stimmiger und atmosphärischer Stil, der für ein Solo-Projekt überzeugend funktioniert
- +Musik und Klangkulisse setzen die Atmosphäre verlässlich
- −KI-generierte Stimmen spalten die Wahrnehmung und wirken teilweise wie eine Sparmaßnahme
- −Speicherstände korrumpieren und Ladescreens hängen sich auf
- −Wiederkehrende Hänger durchziehen die grundsätzlich lauffähige Erfahrung
Wertung