„Wie ein Puzzle zur Komödie wird, die sitzt“
Das Spiel
Portal 2 setzt euch in die Testanlagen von Aperture Science, wo ihr mit einer Portalwaffe Rätsel löst, indem ihr Portale platziert, um euch selbst und Objekte durch die Umgebung zu bewegen. Im Singleplayer-Kampagnen-Modus arbeitet ihr euch durch zunehmend komplexe Kammern vor, während im Co-op-Modus zwei Roboter gemeinsam oder ihr und ein Freund puzzles bewältigen müssen, die Koordination zwischen zwei Charakteren erfordern. Der integrierte Puzzle-Editor ermöglicht es, eigene Testchambers zu designen und mit anderen Spielern zu teilen.
Fazit
Portal 2 nimmt die Portalkanone aus dem ersten Teil und baut darum herum ein Spiel, das selten falsch abbiegt. Die neuen Gele erweitern das Regelwerk genau richtig, und die Schreibe von Wheatley und Cave Johnson trägt den Rest. Wer auf clevere Rätsel und Dialoge mit Timing steht, kommt hier nicht vorbei.
Gefällt dir, wenn …
- +ihr Rätsel mögt, deren Lösungsweg erst nach längerem Nachdenken klick macht
- +ihr einen festen Mitspieler für die Koop-Kampagne mit echter Koordination habt
- +ihr auf Dialoge mit Timing und Pointen steht
Nichts für dich, wenn …
- −ihr Rätsel mit alternativen Lösungswegen und Wiederspielwert erwartet
- −euch der klaustrophobische Schrecken des Vorgängers wichtiger ist als Slapstick
- −ihr eine lange Singleplayer-Kampagne statt eines kurzen Durchlaufs wollt
Wertung
- +Gele und Lichtbrücken erweitern das Portalprinzip, ohne es zu überladen
- +Zweite Hälfte stellt Rätsel, bei denen der Lösungsweg erst nach längerem Nachdenken klick macht
- +Koop-Kampagne verlangt echte Koordination zwischen zwei Charakteren
- +Eigenständige Koop-Kampagne statt drangeklebter Multiplayer-Modus
- +Perpetual Testing Initiative und integrierter Map-Editor verlängern die Spielzeit deutlich mit Community-Content
- −Singleplayer-Kampagne ist nach einem Durchlauf gelöst, die Rätsel haben selten alternative Lösungen
- −Einige Achievements erfordern Mitspieler, die heute schwer zu finden sind
- +Stephen Merchants Wheatley und J.K. Simmons als Cave Johnson liefern Dialoge mit Pointen, die Jahre später noch zitiert werden
- +GLaDOS' Tonfall und stumme Protagonistin ermöglichen Comedy durch Kontrast
- +Umgebungserzählung des verfallenden Aperture Science verkauft die verlassene Anlage glaubwürdig
- −Slapstick-Comedy ersetzt die klaustrophobische Bedrohung des Vorgängers
- +Art Direction aus klinischen Testkammern und morschem Untergrund altert besser als reine Grafiktechnik
- +Ambiente Sounddesign verkauft die verfallene Anlage als glaubwürdigen Ort
- +Sprachausgabe trägt das halbe Spiel
- +Läuft auf so ziemlich allem flüssig, auch über ein Jahrzehnt später
- +Knapp zehn Euro für Singleplayer-Kampagne plus eigenständigen Koop-Modus plus Map-Editor
Wertung