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Mesmalie

Mesmalie

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„Okkulte Visual Novel mit Herz und eigenwilliger Handschrift“

Das Spiel

Mesmalie ist eine okkulte Visual Novel mit Point-and-Click-Elementen. Ein magisches Ereignis im eigenen Leben verschlägt die Spielfigur zu einem kleinen Hexenzirkel abseits jeder Zivilisation, wo sie unter Anleitung der Mentorin Mesmer lernt, ihre Gabe zu bändigen. Zwischen den Dialogen erkundet man Räume, probiert die eigene Magie an nahezu jedem Objekt aus und löst kleine Minispiele. Mehrere Enden, versteckte Interaktionen und eine Kapitelauswahl laden dazu ein, die Geschichte mehrfach zu durchlaufen und Abzweigungen zu finden.

Fazit

Mesmalie macht mit knappem Budget und klarer Vision fast alles richtig, was eine kleine Visual Novel richtig machen kann. Mesmer ist eine Figur, an die man sich erinnert, und die Verbindung aus schrägem Artstyle und passgenauem Soundtrack hebt das Ganze über den üblichen Indie-Durchschnitt. Wer bereit ist, für einzelne Enden zum Guide zu greifen, findet hier deutlich mehr Inhalt als der Preis vermuten lässt. Für gut siebeneinhalb Euro eine der überraschendsten Erzählungen des Jahrgangs.

Gefällt dir, wenn …

  • +du dialoglastige Visual Novels mit viel Text schätzt
  • +dich mehrere Enden und versteckte Interaktionen zum erneuten Durchspielen reizen
  • +du eine eigenwillige, surreale Bildsprache über Fotorealismus stellst

Nichts für dich, wenn …

  • du bei Point-and-Click mechanische Herausforderung erwartest
  • dir das Absuchen nach versteckten Enden ohne Guide zu mühsam ist
  • dich lange Dialogpassagen ohne Action ermüden

Wertung

Gameplay
  • +Magie lässt sich auf fast jedes Objekt anwenden, was ständig neue Reaktionen und kleine Überraschungen auslöst
  • +Die Minispiele lockern den Erzählfluss auf, ohne aufgesetzt zu wirken
  • +Erkundung und Interaktion greifen sauber ineinander und belohnen Neugier
  • Der Point-and-Click-Anteil bleibt bewusst simpel und fordert wenig mechanisches Geschick
Spieltiefe
  • +Mehrere Enden und ein True Ending geben klaren Grund für weitere Durchläufe
  • +Versteckte Interaktionen und Details verändern sich je nach Vorgehen
  • +Die Kapitelauswahl macht das gezielte Nachholen verpasster Abzweigungen unkompliziert
  • Ein Teil der Geheimnisse ist so versteckt, dass Spieler ohne Guide kaum alles finden
Atmosphäre
  • +Mesmer als Figur trägt die Geschichte, ihre Dialoge und ihr Wandel bleiben im Gedächtnis
  • +Unerwartete Wendungen und ein bittersüßer Ton je nach Ende treffen emotional
  • +Der Stoff um Kontrollverlust und Zugehörigkeit findet bei Spielern echte Resonanz
  • Sehr dialoglastig, wer knappe Erzählung bevorzugt, wird ausgebremst
Präsentation
  • +Eigenwillige Art Direction, die an ENA und MINDWAVE erinnert, ohne beliebig zu werden
  • +Der Soundtrack sitzt auf den emotionalen Beats und stützt die Atmosphäre
  • +Sounddesign und Bildsprache greifen zu einem geschlossenen Ganzen ineinander
  • Der surreale, cartoonhafte Stil ist polarisierend und trifft nicht jeden Geschmack
Umsetzung
  • +Erzählung, Mechanik, Bild und Ton wirken wie aus einem Guss verzahnt
  • +UI und Kapitelauswahl funktionieren reibungslos für wiederholte Durchläufe
  • +Keine Berichte über Bugs, Abstürze oder Performance-Einbrüche
  • Wer die versteckten Enden ohne Hilfe sucht, hätte sich klarere Hinweise gewünscht
85 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
99.4%
positiv
Entwickler
Rain (orbitaldot)
Erschienen
9 Jul, 2026
Bewertet am
12. Juli 2026
Auf Steam ansehen →