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GRIME II

GRIME II

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„Formraub und Parieren glänzen, das Klettern nervt“

Das Spiel

GRIME II ist ein surreales Action-Metroidvania mit Souls-like-Anleihen, in dem man als formraubende Kreatur eine kranke, kunstversessene Welt erkundet. Aus Ranken schleudert man Hände, absorbiert Gegner und beschwört sie später als Molds, um mit ihren Angriffen zu kämpfen. Statt einer klassischen Ausdauerleiste steuert eine Force-Mechanik das Parieren und Kontern, das den Kampfrhythmus vorgibt. Zwischen den Kämpfen erklettert man ausufernde, verschachtelte Areale und schaltet neue Traversal-Fähigkeiten frei, die verschlossene Wege öffnen. Ein New Game Plus ist angekündigt.

Fazit

GRIME II legt dort nach, wo der Vorgänger stark war: Der Kampf fließt, die Molds geben dem System eine eigene Note, und optisch spielt das Spiel in einer eigenen Liga. Wer sich an den ausufernden Kletterpassagen und den weitläufigen, mitunter leeren Arealen nicht stört, bekommt ein exzellentes Metroidvania. Genau dieses Platforming ist aber der Punkt, an dem sich die Geister scheiden und der die Klarheit des ersten Teils verwässert. Unterm Strich ein sehr starkes Action-Abenteuer mit einer erkennbaren Schwachstelle.

Gefällt dir, wenn …

  • +du timing-lastiges Souls-Kämpfen mit einem kreativen Fähigkeiten-Baukasten magst
  • +dir eine bizarre, kunstversessene Welt mit starkem Soundtrack wichtiger ist als ein straffer Ablauf
  • +du gern Builds über Transformationen und Attribute bastelst

Nichts für dich, wenn …

  • dich lange, präzise Platforming-Passagen in einem Kampfspiel nerven
  • du kompakte, dicht gefüllte Karten weitläufiger Erkundung vorziehst
  • dir gelegentliche Jankiness und leere Areale den Fluss verderben

Wertung

Gameplay
  • +Kampf und Bewegung greifen flüssig ineinander, Parieren und Kontern fühlen sich präzise an
  • +Die Force-Mechanik ersetzt die übliche Ausdauer und belohnt aggressives, timing-lastiges Spiel
  • +Molds lassen dich in erlegte Gegner schlüpfen und deren Attacken nutzen, was den Werkzeugkasten spürbar erweitert
  • +Große Waffen- und Skill-Vielfalt hält den Kampf über Stunden abwechslungsreich
  • Ausufernde Platforming-Passagen wirken gerade im Endgame zäh und teils unfair
  • Durch die schiere Menge an Kletterpassagen kommt man sogar auf an die 100 Kartenmarker
Spieltiefe
  • +Charakterprogression über Attribute wie Pliability und die Mold-Sammlung erlaubt unterschiedliche Builds
  • +Angekündigtes NG+ und breite Ausrüstungsauswahl versprechen Wiederspielwert
  • Manche Statuswerte-Upgrades fühlen sich oberflächlich an und verändern den Spielstil kaum
Atmosphäre
  • +Dichte, surreale Weltgestaltung mit meta-erzählerischen Ebenen trägt die Atmosphäre
  • +NPC-Begegnungen fügen sich in die kranke Kunst-Thematik ein
  • Die Geschichte trifft weniger hart als im ersten Teil
  • NPCs reden ausgiebig und bremsen den Fluss
Präsentation
  • +Art Direction und Hintergründe der Areale werden nahezu einhellig als herausragend gelobt
  • +Der Soundtrack trägt Wärme und Charakter, statt nur zu untermalen
  • +Trefferfeedback und VFX unterstützen den Kampf spürbar
  • Vereinzelte visuelle Glitches, in einem Fall fällt man durch die Map
Umsetzung
  • +Kurze Runbacks zu Bossen halten den Frust bei Wiederholungen gering
  • +Tode wirken selbstverschuldet statt willkürlich, die Schwierigkeitskurve ist fair
  • Die riesige Karte wirkt streckenweise leer und labyrinthisch
  • Gelegentliche Jankiness und dünn gesetzte Checkpoints an langen Kletterpassagen
84 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
92%
positiv
Entwickler
Clover Bite
Erschienen
31 Mar, 2026
Bewertet am
8. Juli 2026
Auf Steam ansehen →