„D&D-Kampagnenstruktur mit Deckbuilder-Mechaniken: tiefer als erwartet, rauer als nötig“
Das Spiel
Gordian Quest ist ein rundenbasiertes Deckbuilding-RPG, in dem du eine Gruppe von Helden aufbaust und leitest, während du dich durch verfluchte Länder kämpfst. Du kombinierst Kartendeck-Management mit Charakter-Progression, baust Beziehungen zwischen Parteimitgliedern auf, um neue Fähigkeiten freizuschalten, und absolvierst taktische Kämpfe gegen Gegner, deren Angriffe du durch Kartenspielen blokkierst und ausweichst. Jeder Run ist eine neue Herausforderung mit zufälligen Rewards und Fluchvariationen, die du zwischen Missionen meistern musst.
Fazit
Gordian Quest packt einen ganzen Pen-and-Paper-Feldzug in einen Deckbuilder und ist genau dann am stärksten, wenn man die Kampagne ignoriert und sich in die Builds verbeißt. Die Systemtiefe ist echt, aber das Spiel begräbt sie unter zu vielen Icons, Sockeln und Runen, die niemand sauber erklärt. Wer die Lernkurve durchsteht, bekommt einen der ambitioniertesten Genre-Vertreter abseits von Slay the Spire.
Gefällt dir, wenn …
- +du dich gern pro Held in Skills, Runen und Synergien verbeißt
- +du Party-Taktik und Positionierung über reines Solo-Deckbuilding stellst
- +du eine steile Lernkurve für mechanische Tiefe in Kauf nimmst
Nichts für dich, wenn …
- −du eine Kampagne erwartest, die mehr als Beiwerk ist
- −dir die Fülle aus Deckbuilding, Party-Taktik und Progression schnell zur Last wird
- −dir zufällige Draws, die einen Kampf entscheiden, den Spaß nehmen
Wertung
- +Kartenspielen zum Blockieren und Ausweichen in taktischen Kämpfen schafft direkte Spieler-Agency in jeder Runde
- +Party-Management gibt Kämpfen mehr taktisches Gewicht als bei reinen Solo-Deckbuildern
- −Status-Effekte und Mechaniken werden kaum erklärt, der Einstieg überfordert stark
- +Pro Held tiefe Build-Anpassung mit Skills, Runen und Synergien
- +Verbindet Roguelite-Runs und eine richtige RPG-Kampagne mit mehreren Helden und Gründen zum wiederholten Draften
- +Systemtiefe ist echt und gehört zu den ambitioniertesten Genre-Vertretern außerhalb von Slay the Spire
- −Fülle aus Deckbuilding, Party-Taktik und RPG-Progression wird einigen Spielern zur Last
- −Zu viele Icons, Sockel und Runen begraben die Tiefe unter visueller Komplexität
- −Die D&D-inspirierte Kampagne bleibt Beiwerk neben dem mechanischen Kern, niemand schwärmt von der Geschichte
- −Präsentation wirkt zweckmäßig und erinnert manche an ältere Browser-Spiele statt an einen modernen Genre-Vertreter
- −Sound erfüllt seinen Zweck, ohne aufzufallen
- +Dutzende bis 70 Stunden Deckbuilding plus Kampagne für unter 17 Euro
- −Spielzerstörende Bugs wie endlose Artefakte ruinieren einzelne Runs
- −Steam-Deck-Verifizierung fehlerhaft, Cursor-Verlust macht die Steuerung faktisch auf Maus-und-Tastatur angewiesen
Wertung