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Dimhaven - The Lost Source

Dimhaven - The Lost Source

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„Clevere Logikrätsel, doch jedes Update räumt den Spielstand weg“

Das Spiel

Dimhaven schickt einen aus der Ich-Perspektive auf eine Insel, um das Verschwinden eines Onkels aufzuklären. Vom Studio hinter Quern, klar in der Myst-Tradition: Man erkundet eine zusammenhängende Welt, liest Hinweise aus der Umgebung und löst Logik-, Mathe- und Decodierrätsel, um neue Bereiche freizuschalten. Eine Kamera dient als zentrales Werkzeug, mit der man Szenen fotografiert und Notizen zeichnet, um Lösungen zu notieren. Drei größere Schauplätze bilden den Kern, dazu ein gestaffeltes Hinweissystem, das bei Bedarf schrittweise deutlicher wird.

Fazit

Dimhaven hat ein gutes Spiel im Bauch: Die Rätsel sind durchdacht, das Hinweissystem vorbildlich gestaffelt, und Klang wie Stimmung tragen die Erkundung. Doch die zweite Hälfte verliert sich in undurchsichtigen Aufgaben, die Story stolpert ins Ziel, und die technische Seite enttäuscht mit Softlocks und Spielständen, die ein Update einfach wegräumt. Wer Myst-Rätsel liebt und über die Macken hinwegsieht, findet hier solide Stunden. Wer auf Feinschliff und Umfang Wert legt, wartet besser auf ein paar Patches.

Gefällt dir, wenn …

  • +du Myst und Quern magst und Rätsel ohne Bevormundung suchst
  • +du dich an stilisierter Pixel-Low-Poly-Optik nicht störst
  • +dir Atmosphäre und Klang wichtiger sind als eine wuchtige Story

Nichts für dich, wenn …

  • dich vage Endgame-Rätsel mit Trial-and-Error frustrieren
  • du für deinen Preis eine lange, verzweigte Insel erwartest
  • dir gelöschte Spielstände nach Updates die Lust nehmen

Wertung

Gameplay
  • +Logik- und Mathe-Rätsel belohnen genaues Beobachten und Kombinieren
  • +Die Kamera als Notiz- und Zeichenwerkzeug verankert Lösungswege im Spiel statt im Notizblock
  • +Das Rätseldesign trägt den Großteil der Spielzeit und gilt vielen als klarer Höhepunkt
  • Späte Rätsel kippen für viele ins Vage, mit Hinweisen, die nicht weiterhelfen und Trial-and-Error erzwingen
  • Objektinteraktion und Kameraführung fühlen sich an einigen Stellen hakelig an
  • Das berüchtigte Visa-Rätsel taucht in Kritiken immer wieder als undurchsichtig auf
Spieltiefe
  • +Hohe Bandbreite an Rätseltypen über die drei Schauplätze hinweg
  • +Die ersten Areale belohnen aufmerksames Erkunden mit echten Aha-Momenten
  • Mit 7 bis 20 Stunden deutlich kürzer, als Insel und Preis suggerieren
  • Die drei Hauptorte greifen kaum ineinander, der Aufbau bleibt linear
  • Große, sichtbare Inselbereiche bleiben dauerhaft unzugänglich und wirken wie künstlich beschnitten
  • Kaum Wiederspielwert nach dem einmaligen Durchlauf
Atmosphäre
  • +Atmosphäre und Environmental Storytelling halten die Neugier am Laufen
  • +Der Grundmysteriums-Faden trägt die meisten durch das Spiel
  • Das Ende wirkt für viele überhastet und verworren
  • Dialoge und Exposition bleiben blass, die Figuren schwach gezeichnet
  • Die Motivation der Protagonistin bleibt erzählerisch unterentwickelt
Präsentation
  • +Soundtrack und Klangkulisse ziehen fast einhellig Lob auf sich
  • +Der Pixel-Low-Poly-Hybrid trifft bei vielen genau die gewünschte Stimmung
  • +Vertonung wird durchgehend positiv erwähnt
  • Der stilisierte Look spaltet stark: Ein Teil empfindet ihn als matschig und schwer lesbar
  • Manche werten den Stil als sichtbaren Rückschritt gegenüber Quern und klagen über Augenanstrengung
Umsetzung
  • +Das gestaffelte Hinweissystem hilft weiter, ohne die Lösung zu verraten
  • +Die Entwickler reagieren sichtbar auf Bug-Meldungen
  • Spielstände werden bei Updates gelöscht, mehrere Spieler mussten mehrfach neu anfangen
  • Softlocks, Texture-Pop-in, LOD-Glitches und Flackern zeigen mangelnden Feinschliff
  • Controller-Support ist kaum getestet und stört spürbar
  • Foto- und Inventar-UI gilt als umständlich
71 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
87.8%
positiv
Entwickler
Zadbox Entertainment
Erschienen
23 Jun, 2026
Bewertet am
28. Juni 2026
Auf Steam ansehen →