„Tiefer Coop-Deckbuilder mit Paradox-DLC-Problem“
Das Spiel
In Across the Obelisk erkundest du ein Fantasy-Reich als einer von vier wählbaren Charakteren, allein oder mit bis zu drei Mitspielern. Du baust dein Deck rundenweise auf, indem du nach jedem Kampf aus angebotenen Karten wählst und deine Fähigkeiten verstärkst. Die strategische Kampfauflösung erfolgt rundenbasiert mit Positionierung auf dem Spielfeld – du spielst Karten aus, um Schaden zu verursachen, Ressourcen zu generieren oder deine Party zu schützen, während der gegnerische Zug folgt. Nach einer Niederlage startest du einen neuen Run mit einem leeren Deck.
Fazit
Across the Obelisk baut auf einer Idee auf, die süchtig macht: vier Helden, deren Decks ineinandergreifen, bis aus kleinen Buffs absurde Schadenszahlen werden. Das Grundspiel gehört zu den besten Coop-Deckbuildern überhaupt, doch die DLC-Flut nach dem Paradox-Deal und ein hakeliger Launcher trüben das Bild.
Gefällt dir, wenn …
- +du gerne Buff- und Debuff-Ketten optimierst, bis einzelne Züge alles entscheiden
- +du einen Coop-Deckbuilder suchst, den ihr zu viert über hunderte Stunden spielt
- +du das Dirigieren von vier Helden beim Draften taktisch reizvoll findest
Nichts für dich, wenn …
- −du eine steile Lernkurve mit langen, verlierbaren Runs scheust
- −du von einem Deckbuilder erzählerische Tiefe statt reiner Kulisse erwartest
- −du lieber ein Komplettpaket kaufst als ständig neue DLC abzuwägen
Wertung
- +Buffs und Debuffs multiplizieren sich zu explosiven Schadensszenarien, die einzelne Züge zu kraftvollen Wendepunkten machen
- +Vier Helden gleichzeitig zu dirigieren gibt dem Draften eine taktische Ebene, die ähnliche Spiele nicht bieten
- +Rundenbasierte Positionierung und Ressourcenmanagement schaffen ein durchdachtes Entscheidungssystem
- −Steile, teils frustrierende Lernkurve mit langen, verlierbaren Runs
- +Vier-Helden-Synergien erzeugen echte Build-Tiefe statt nur größerer Zahlen
- +Charakterkombinationen und Schwierigkeitsoptionen sorgen dafür, dass kaum ein Run wie der vorige läuft
- +Enormer Wiederspielwert, viele Spieler stecken hunderte Stunden rein
- −DLC kosten zusammen mehr als das Basisspiel und werden aggressiv beworben
- +Entscheidungen unterwegs während der Weltenerkundung bieten narrative Abzweigungen
- −Die Welt von Senenthia liefert einen soliden Rahmen, bleibt aber Kulisse für die Kämpfe
- −Erzählerische Tiefe fehlt im Vergleich zu narrativen Deckbuildern wie Disco Elysium
- +Comic-Look ist sauber und liest sich im Kampf gut
- −Comic-Stil polarisiert, wirkt funktional statt spektakulär
- −Sound erfüllt seinen Zweck, ohne aufzufallen
- +Coop für bis zu vier Leute funktioniert in der Praxis
- −Launcher-Probleme und Startabstürze bei einem Teil der Spieler sind ein wiederkehrendes Ärgernis
- −Technisch wackelig an mehreren Stellen, manche Spieler benötigen aufwendige Umgehungslösungen
Wertung