„Touhou-4X mit starken Helden, aber zahnloser KI im Early Access“
Das Spiel
TOHOTOPIA versetzt das rundenbasierte 4X-Prinzip von Polytopia in die Welt von Gensokyo, dem Schauplatz der Touhou-Reihe. Als eine von fünf Anführerinnen erkundest du eine bis zu 30x30 Felder große Karte, gründest Städte, forschst und führst Rundenkämpfe, um über Militär, Kultur oder Wissenschaft zu gewinnen. Jede Fraktion bringt eigene Heldeneinheiten mit besonderen Fähigkeiten mit, die den Kern der taktischen Entscheidungen bilden. Es gibt Schnellpartien mit 30-Runden-Limit, frei konfigurierbare Spiele und Multiplayer. Das Spiel steht im Early Access und ist noch nicht final.
Fazit
TOHOTOPIA nimmt die schlanke Polytopia-Formel und gibt ihr mit den Heldeneinheiten der fünf Fraktionen einen eigenen Dreh, der beim Ausprobieren der Gimmicks trägt. Für gut vier Euro bekommt man ein hübsch gestaltetes, sofort verständliches Rundenspiel, das in kurzen Partien am stärksten ist. Sobald die frühe Kampfphase vorbei ist, zeigen sich aber die Grenzen: Die KI leistet kaum Gegenwehr, das Verwalten vieler Einheiten wird zäh, und die träge Auswahl nervt spätestens auf größeren Karten. Als Early-Access-Titel hat es eine solide Grundlage, doch strategische Tiefe und Komfortfunktionen muss der Weg zur Vollversion erst noch bringen.
Gefällt dir, wenn …
- +du zugängliches 4X in kurzen Runden magst
- +du mit der Touhou-Welt und ihren Figuren etwas anfangen kannst
- +dir markante Fraktions-Gimmicks wichtiger sind als maximale Simulationstiefe
Nichts für dich, wenn …
- −du die strategische Tiefe klassischer 4X-Schwergewichte erwartest
- −dich eine KI stört, die kaum Gegenwehr leistet
- −du bei träger Einheitenauswahl und fehlendem Undo schnell die Geduld verlierst
Wertung
- +Der Rundenloop aus Erkunden, Ausbauen und Kämpfen greift schnell und läuft auch in kurzen Sessions rund
- +Reine Rundentaktik ohne Echtzeit-Hektik, gut für nebenbei
- −Einheiten anklicken reagiert träge, oft trifft man das Bodenfeld statt der Figur
- −In der Endphase wird das Verwalten vieler Einheiten mühsam
- −Nach der frühen Kampfphase wiederholt sich der Ablauf spürbar
- −KI-Pathfinding stolpert erkennbar
- +Heldeneinheiten mit eigenen Fähigkeiten geben jeder der fünf Fraktionen ein klares Profil
- +Mehrere Siegwege über Militär, Kultur und Wissenschaft laden zum Wiederspielen ein
- −Weniger strategische Tiefe als klassische 4X-Titel, militärisches Hochrüsten dominiert zu oft
- −Schwache KI-Entscheidungen nehmen den Partien die taktische Herausforderung
- −Über Heldensystem und neue Fraktionen hinaus fehlt Inhalt
- +Die Touhou-Figuren sind stimmig als Fraktionsanführerinnen eingebunden und tragen für Fans viel Wiedererkennung
- −Keine erzählerische Ebene, das Spiel lebt rein von Setting und Charakterdesign
- +Der Low-Poly-Stil wirkt eigenständig und übersichtlich, die Karte bleibt lesbar
- +Der Soundtrack kommt gut an
- −Musikstücke sind zu kurz und wiederholen sich hörbar holprig in der Schleife
- −Auf großen Karten bricht die Performance ein
- −Kein Ultrawide-Support, Auflösungsskalierung fehlt
- +Auf normalgroßen Karten läuft es technisch stabil
- −Bereits gezogene und noch verfügbare Einheiten sind kaum voneinander zu unterscheiden
- −Das Tutorial vermittelt die tieferen Mechaniken nicht
- −Komfortfunktionen wie Undo-Button, Cloud-Saves und frei belegbare Tasten fehlen
Wertung