„Entspanntes Regale-Einräumen, das an inkonsistenten Stapelgrößen scheitert“
Das Spiel
Supermarket Chaos ist ein Aufräum-Simulator, in dem man einen chaotischen Supermarkt sortiert. Rund 4.668 Produkte liegen verstreut auf dem Boden, und die Aufgabe besteht darin, sie in die passenden Regale einzuräumen: Fleischtheke, Getränke, Tiefkühlkost, Dosenware und mehr. Ein Skill-Baum schaltet nach und nach Fähigkeiten frei, etwa eine höhere Tragekapazität, dazu sammelt man Sticker als Fortschrittsbelohnung. Das Spiel setzt bewusst auf eine ruhige Atmosphäre ohne Zeitdruck und spielt sich aus der Ego-Perspektive. Es orientiert sich erkennbar am Vorbild Librarian: Tidy Up The Arcane Library.
Fazit
Supermarket Chaos liefert genau den ruhigen Sortier-Rhythmus, der ähnliche Aufräum-Spiele trägt, und für unter fünf Euro bekommt man ein paar entspannte Abende. Der Haken sitzt tief im eigenen Konzept: Wer Ordnung sucht, wird von Produkten ausgebremst, die mal ein, mal drei Regalfächer beanspruchen, sodass das saubere Endbild kaum erreichbar ist. Dazu kommt ein einziger Laden, nach dem der Inhalt und die Achievements erschöpft sind, plus Texturbugs und in Wänden verschwundene Items. Die Entwickler patchen fleißig, und das Fundament ist gut genug, dass mehr Maps und konsistentere Stapelgrößen viel bewegen könnten. Aktuell ist es ein charmanter, aber ungeschliffener Zeitvertreib für Genre-Fans.
Gefällt dir, wenn …
- +du repetitives Einordnen und Sortieren als Feierabend-Beschäftigung magst
- +dir ein günstiger, druckfreier Zeitvertreib ohne Fail-State reicht
- +du dich am sichtbaren Fortschritt eines Skill-Baums freust
Nichts für dich, wenn …
- −dich unlogische Regallayouts stören, die perfekte Ordnung verhindern
- −du nach dem ersten Durchlauf frischen Inhalt und mehr Maps erwartest
- −dir Texturbugs und feststeckende Objekte den ruhigen Ablauf verderben
Wertung
- +Der Kern-Loop aus Aufheben und Einsortieren entspannt und motiviert über die Freischaltungen im Skill-Baum
- +Skill 4 wird von Spielern als besonders befriedigender Moment hervorgehoben
- +Niedrige Einstiegshürde, das Prinzip 'Zeug vom Boden ins Regal' funktioniert sofort
- −Manche Produkte belegen ein, zwei oder drei Regalfächer, was sauberes Einräumen oft unmöglich macht
- −Wurf- und Zielmechanik verhindert das aufgeräumte Ergebnis, auf das der ganze Loop eigentlich hinarbeitet
- −Unvorhersehbare Stapelgrößen frustrieren gerade die Spieler, die Ordnung suchen
- +Skill-Baum und Sticker-System geben dem Fortschritt eine sichtbare Kurve
- +Der offene Aufbau lädt dazu ein, einzelne Sektionen nach eigenem Ordnungssinn anzugehen
- −Nur eine einzige Supermarkt-Map, danach ist der Inhalt erschöpft
- −Alle Achievements fallen häufig im ersten Durchlauf, es fehlt ein Grund für einen zweiten
- −Weder verschiedene Ladentypen noch Schwierigkeitsgrade oder prozedurale Verteilung, obwohl die Community genau das fordert
- +Supermarkt-Fun-Facts und Produkt-Wortspiele geben dem Thema etwas Beiwerk
- −Die Fakten bleiben belanglos und tragen keine eigene Ebene
- −Atmosphärisch wirkt der Laden auf manche eher steril als stimmig
- +Die Musik hält sich dezent im Hintergrund und lässt sich anpassen
- −Art Direction wirkt zusammengekauft und lieblos, viele erkennen die Standard-Assets
- −Texturen clippen ineinander, Grafikbugs treten auch bei hohen Einstellungen auf
- −Ohne FOV-Regler leiden manche Spieler unter Motion Sickness
- +Die Entwickler reagieren schnell auf Bug-Meldungen und patchen zügig
- −Fehlende oder doppelte Items, Objekte stecken in Wänden fest
- −Steam-Achievements schalten nicht zuverlässig frei
- −Versteckte Mechaniken wie Skills und Sticker bleiben ohne UI-Hinweis, manche entdecken sie erst nach Stunden
Wertung