„Zwei Clans, eine Höllenfahrt: der unterschätzte Deckbuilder-Geheimtipp“
Das Spiel
Monster Train ist ein Deck-Building-Roguelike, das dich auf einem Zug zur Hölle platziert. Du konstruierst ein Kartendeck aus Monstern und Zaubersprüchen, um dich gegen angreifende Gegner zu verteidigen, während du drei übereinanderliegende Gleise mit jeweils eigenem Kampffeld managst. Jede Run führt dich durch prozedural variierende Kämpfe, in denen Synergien zwischen Karteneffekten und die Platzierung deiner Kreaturen über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Fazit
Monster Train nimmt die Slay-the-Spire-Formel und stellt sie auf drei Etagen senkrecht. Die Kombination aus zwei Clans pro Run erzeugt eine Build-Vielfalt, die mechanisch sogar tiefer geht als das große Vorbild. Wer auf Story hofft, ist hier falsch, aber wer Systeme auseinandernehmen will, bleibt hängen.
Gefällt dir, wenn …
- +du Systeme auseinandernehmen und absurd viele Build-Wege ausprobieren willst
- +du echte Positionsentscheidungen über mehrere Etagen genießt
- +dich eine steigende Covenant-Herausforderung langfristig motiviert
Nichts für dich, wenn …
- −du eine Story und eine Welt erwartest, die mehr als Kulisse ist
- −dir wiederkehrende Pfadstrukturen mit der Zeit zu eintönig werden
Wertung
- +Die vertikale Verteidigung über drei Etagen zwingt zu echten Positionsentscheidungen
- +Synergien zwischen Karteneffekten belohnen durchdachte Deck-Konstruktion
- −Nach 40 Stunden entscheidet zu oft das Glück über verfügbare Units und Upgrades statt das Können
- +Zwei kombinierbare Clans pro Run öffnen absurd viele Build-Wege
- +Fünf Clans mit je zwei Champions und Covenant-Stufen halten dich lange bei der Stange
- +Covenant-System skaliert die Schwierigkeit genau dann, wenn du besser wirst
- −Nur zwei Pfade zwischen den Kämpfen, beide enden gleich, das nutzt sich ab
- −Die Höllenzug-Prämisse ist eine nette Kulisse, mehr nicht
- +Der Soundtrack treibt die Runs an und wird konsistent gelobt
- −Gegnerdesign wirkt streckenweise generisch und austauschbar
- +Läuft sauber und flott ohne technische Probleme
- −Fühlt sich neben Slay the Spire eine Spur weniger rundgeschliffen an
Wertung