„Originalsprecher retten nichts, was Elaleth an der Lore zerstört“
Das Spiel
Ascendance ist ein 2D-Action-Platformer im Nosgoth-Universum der Legacy-of-Kain-Reihe. Man steuert über zwölf Kapitel vier Figuren, darunter die neu eingeführte Elaleth sowie Kain und Raziel, schlägt sich durch lineare Pixelart-Level, kämpft mit Nahkampf und vampirischen Fähigkeiten und sammelt Lore-Einträge ein. Eine Flatter-Mechanik und Parieren ergänzen die vertikale Bewegung.
Fazit
Ein Spiel, das mit den Originalsprechern der Reihe einen echten Trumpf hält und ihn an träge Steuerung, Button-Mashing und eine Heldin verspielt, die niemand bestellt hat. Wer Soul Reaver liebt, wird hier vor allem darüber wütend, wie Elaleth sich in etablierte Ereignisse drängt. Der Rest spielt einen kurzen, ruckeligen Castlevania-Verschnitt ohne die Präzision, die das Genre verlangt.
Gefällt dir, wenn …
- +die Rückkehr der Original-Sprecher dich allein schon ins Nosgoth-Universum zieht
- +du kurze 2D-Action-Platformer mit charmanter Pixelart und gutem Soundtrack magst
Nichts für dich, wenn …
- −du im Nahkampf Präzision und taktische Tiefe statt Klopperei erwartest
- −du den versprochenen Metroidvania-Anspruch statt linearer Level willst
- −dir als Soul-Reaver-Fan Eingriffe in etablierte Story-Ereignisse den Spaß verderben
Wertung
- +Nahkampf fühlt sich in guten Momenten flüssig an
- −Schwammige Steuerung wirkt schwer und unnatürlich
- −Fehlerhafte Trefferabfrage versagt regelmäßig
- −Button-Mashing statt taktischer Tiefe, Kampf wiederholt dieselbe Klopperei
- −Vier Figuren unterscheiden sich mechanisch kaum und teilen identische Movesets
- −Lineare Level statt versprochener Metroidvania-Anspruch
- −Drei bis zwölf Stunden Spielzeit, identische Collectibles bieten keinen Grund für Wiederholungen
- +Original-Sprechercast kehrt zurück und trägt das Spiel weiter
- −Elaleth drängt sich in etablierte Ereignisse und entwertet Kain und Raziels Handlungsmacht
- −Lore-Einträge wirken aufgeschwollen und zeigen Anzeichen von KI-Herkunft
- −Spiels liest sich für die Mehrheit als respektlose Fanfiction statt Sidequel
- +Pixelart und Charakter-Portraits haben Charme
- −Mischung aus 2D, 3D-Abschnitten und Animationen wirkt tonal zerrissen
- −Manche Laufanimationen und Gesichtsproportionen sehen misslungen aus
- −Mixing-Probleme und repetitive Gegner-Sprüche trüben das Audioerlebnis
- +Der Reaver-Klinge-Gesang sitzt und bereichert das Audio
- −Checkpoints speichern nicht zuverlässig, Softlocks treten auf
- −Kein Options-Menü, keine Cutscene-Skips, keine Tastenbelegung vorhanden
- −Technisch wacklig für 20 Euro, selbst wohlwollende Stimmen raten zu einem Rabatt
Wertung