„Concentration und Skill-Trees vertiefen den Kampf, die Kampagne enttäuscht“
Das Spiel
Heroes of Might and Magic: Olden Era ist ein Prequel der klassischen Strategie-Serie, das tausende Jahre vor den bekannten Ereignissen spielt. Du erkundest eine Welt in ihren Anfängen, rekrutierst Armeen aus verschiedenen Fraktionen und führst sie in rundenbasierten Kämpfen gegen KI-Gegner oder andere Spieler an. Zwischen den Schlachten verwaltost du Ressourcen, errichtest Gebäude in deinen Burgen und sammelst mächtige Zauber, um deine Helden im Strategiespiel kontinuierlich zu stärken.
Fazit
Mechanisch ist das der Heroes-Nachfolger, auf den viele gewartet haben: Die neuen Systeme stellen in jeder Schlacht echte Entscheidungen, und der Single-Hero-Modus ist eine kluge Ergänzung. Wer wegen einer Kampagne kommt, wird allerdings ausgebremst von blassem Storytelling und Bugs, die im Multiplayer bis zur Unspielbarkeit reichen. Als Early-Access-Versprechen stark, als fertiges Paket noch nicht zu empfehlen.
Gefällt dir, wenn …
- +du in jeder Schlacht echte taktische Entscheidungen statt bloßer Zahlenoptimierung suchst
- +du gerne pro Fraktion neu startest und Skill-Bäume austüftelst
- +dich der Single-Hero-Modus als Alternative zum Multiplayer reizt
Nichts für dich, wenn …
- −du vor allem wegen einer mitreißenden Kampagne und Dialoge kommst
- −dir Zufallskarten aus Presets zu wenig Wiederspielwert bieten
Wertung
- +Concentration und Law Points zwingen zu sorgfältiger Abwägung jeder Aktion
- +Single-Hero-Modus bietet eine kluge Alternative zum klassischen Multiplayer-Setup
- +Rundenbasierte Kämpfe erzwingen echte taktische Entscheidungen statt bloßer Zahlenoptimierung
- −Concentration-Kosten sind heftig umstritten und beeinflussen das Balancegefühl
- −Zufallskartengenerator setzt zu stark auf Presets und reduziert den Wiederspielwert
- +Skill-Bäume öffnen verschiedene Entwicklungswege statt nur Statssteigerungen
- +Sechs Fraktionen mit unterschiedlichen Stadtwegen plus verstellbare Schwierigkeitsgrade fördern Neustarts
- +30 Euro für das Spielpaket bietet viel Inhalt
- −Nach einem Durchlauf pro Fraktion schrumpft der Neuwert spürbar
- −Kampagne trägt nichts zum Worldbuilding bei und motiviert durch Dialoge und Missionen nicht
- +Worldbuilding respektiert die etablierte Heroes-Lore
- −Dialoge wirken amateurhaft und vermitteln keine emotionale Tiefe
- −Missionsziele wirken gängelnd statt spannend
- +Paul Romeros Soundtrack und die satten Treffergeräusche treffen genau das Heroes-3-Feeling
- +Modernisierte Porträts und Umgebungen wirken für einen Prequel stimmig
- −Comichafter Kunststil und Unitdesign spaltet die Spielerschaft
- −Einheiten verschwimmen im Gefecht zu kaum unterscheidbaren Farbflecken
- −Multiplayer-Saves laden nur nach vielen Versuchen oder gar nicht
- −KI-Züge frieren ein und der Kartengenerator stürzt ab
- −Technischer Zustand schwankt extrem zwischen Spielern, von erstaunlich rund bis unspielbar
Wertung