„Querschläger als Build-Strategie, dazwischen wächst deine Stadt“
Das Spiel
In BALL x PIT steuert man eine Basis am Rande einer Grube, in die täglich Feindshorden einfallen. Man wehrt sie mit prallenden Bällen ab, die man verschießt und durch Fusion verstärkt, während man gleichzeitig Ressourcen aus der Grube sammelt, um die Siedlung auszubauen. Mit jedem Run vergrößert man sein Homestead, schaltet neue Gebäude und Helden frei und verbessert die Ausgangsposition für den nächsten Durchgang – ein Roguelite mit permanenten Fortschritten zwischen den Läufen.
Fazit
BALL x PIT klaut sich die besten Ideen aus Breakout, Vampire Survivors und einem Städtebauer zusammen und macht daraus etwas, das überraschend gut funktioniert. Das Fusionssystem mit seinen unzähligen Ball-Kombinationen trägt die ersten dreißig Stunden mühelos, danach wird klar, dass die Entscheidungen pro Run selten wirklich schwer sind. Für zwölf Euro bekommt man trotzdem einen der angenehmsten Dopamin-Automaten des Jahres.
Gefällt dir, wenn …
- +du Spaß daran hast, Fusionen zu finden, die das Spiel auf herrliche Weise brechen
- +du einen Dopamin-Automaten mit klarem Bau-Ziel pro Run suchst
- +dir Charaktere wichtig sind, die den Run spürbar verändern
Nichts für dich, wenn …
- −du Runs willst, die dich bei jeder Entscheidung ins Grübeln bringen
- −dir der Auto-Play-Charakter und nachlassende Spannung die Lust nehmen
- −du nach dem Freischalten aller Inhalte sofort weiterziehst
Wertung
- +Charaktere mit echten Eigenheiten verändern den Run spürbar
- +Frühe Schwierigkeit ist fordernd ohne unfair zu sein
- +Fusionssystem mit unzähligen Ball-Kombinationen, von denen einige das Spiel auf herrliche Weise brechen
- −Entscheidungen pro Run bleiben meist naheliegend, statt wirklich ins Grübeln zu bringen
- −Der Auto-Play-Charakter und der späte Schwierigkeitsabfall nehmen Spannung raus
- −Nach drei Durchgängen pro Stage hat man das Wesentliche gesehen
- +Meta-Progression über den Städtebau gibt jedem Run ein konkretes Ziel
- +Zwölf Euro für locker dreißig fesselnde Stunden
- +Viele Charaktere und Fusionen halten lange bei der Stange
- −Nach dem Freischalten aller Charaktere ist die Luft raus
- −100%-Completion kippt von befriedigend in zähen Grind
- +Charmanter Art-Stil und schrullige Charaktere machen die Welt lebendig, ohne dass eine Geschichte nötig ist
- +Mix aus Pixel-Art und Cel-Shading sieht eigenständig aus und macht die herumhüpfenden Charaktere zum Hingucker
- +Soundeffekte und Musik werden durchweg gelobt und tragen einen guten Teil zum befriedigenden Spielgefühl bei
- +Technisch sauber, kaum jemand berichtet von Bugs
- −Vereinzelt wird es etwas ruckelig
Wertung