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The seven days i spent with you

The seven days i spent with you

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„Kurze Visual Novel, die den Yandere-Grusel klug umdreht“

Das Spiel

The seven days i spent with you ist eine Visual Novel, in der man als eingesperrter Protagonist sieben Tage mit einer rätselhaften Frau namens Xiluo in einem einzigen Raum verbringt. Man liest Dialoge, trifft gelegentlich Entscheidungen und arbeitet sich durch zwei Durchgänge, wobei der zweite die Hintergründe der Entführung offenlegt. Das Spiel gibt sich anfangs als Yandere-Horror, kippt aber zu einer Geschichte über Verlustangst und Erinnerung. Ein Durchgang dauert ein bis zwei Stunden, chinesische Sprachausgabe und animierte Charakterbilder tragen die Inszenierung. Yandere bezeichnet in Anime und VNs eine Figur, deren Zuneigung in besitzergreifende, bedrohliche Obsession umschlägt.

Fazit

The seven days i spent with you weiß genau, was es sein will, und liefert das auf engem Raum ab: eine Geschichte, die sich vom Bedrohungsgefühl zur Zuneigung wendet, getragen von hervorragender Grafik, Musik und Sprachausgabe. Die Mechanik bleibt bewusst schmal, Entscheidungen bewegen wenig, und der zweite Durchgang löst seine Spannung teils zu schnell auf. Wer eine Visual Novel als Erzählung und nicht als Spielwiese begreift, findet hier für gut zwei Euro ein rundes, überraschend berührendes Erlebnis. Man sollte nur mit ein paar Stunden statt einer langen Reise rechnen.

Gefällt dir, wenn …

  • +du textlastige Visual Novels mit starker Sprachausgabe magst
  • +dir eine kompakte Geschichte mehr wert ist als Spiellänge
  • +du gern einen zweiten Durchgang startest, um Andeutungen aufzulösen

Nichts für dich, wenn …

  • du echte Entscheidungsfreiheit und verzweigte Handlung erwartest
  • dich ein einziger Schauplatz über Stunden langweilt
  • du den beworbenen Yandere-Horror wörtlich nehmen wolltest

Wertung

Gameplay
  • +Das ruhige Tempo passt zur Kammerspiel-Struktur und zwingt keine falsche Handlung auf
  • +Entscheidungen drängen dem Spieler keine moralisch richtige Antwort auf
  • Die meisten Optionen justieren nur den Dialog und lenken die Handlung kaum
  • Ein einziger Schauplatz über den gesamten Verlauf ermüdet visuell
  • Interaktion beschränkt sich auf Klicken und wenige Verzweigungen
Spieltiefe
  • +Der zweite Durchgang zahlt gestreute Andeutungen aus und ordnet Xiluos Verhalten neu ein
  • +Die enge Struktur mit nur zwei Enden bleibt fokussiert
  • Die Rettung der weiblichen Figur im zweiten Durchgang gelingt fast beiläufig, ohne echte Zuspitzung
  • Exorzisten- und Medium-Hintergrund bleibt angerissen statt ausgebaut
  • Ein bis zwei Stunden pro Durchgang lassen wenig Wiederspielwert übrig
Atmosphäre
  • +Die Zwei-Akt-Struktur verwandelt den anfänglichen Grusel in nachvollziehbares Mitgefühl
  • +Die Umdeutung des Yandere-Klischees zu einer Geschichte über Verlustangst trägt emotional
  • +Die Enthüllung im zweiten Durchgang erklärt das extreme Verhalten der Figur glaubwürdig
  • Kritiker empfinden das Pacing als gehetzt und einzelne Wendepunkte als zu knapp
  • Für ein reines Story-Spiel finden manche die Handlung schlicht zu dünn
Präsentation
  • +Die animierten Charakterbilder wechseln flüssig zwischen Zärtlichkeit und kalter Besessenheit
  • +Der Soundtrack balanciert Geborgenheit und Melancholie stimmig aus
  • +Die chinesische Sprachausgabe transportiert die Emotionen der Figur überzeugend
  • Vereinzelt zackige Sprite-Darstellung
Umsetzung
  • +Klar gestaltete Menüs und ein stimmiges Interface
  • +Kurze Ladezeiten und flüssige Navigation
  • Dialoge werden übersprungen, wenn man vor dem Ende einer Zeile klickt
  • Das Speichersystem ist langsam und hat keine eigene Taste, was das Ausprobieren von Optionen bremst
78 / 100
Atlas-
Wertung
Steam
99.5%
positiv
Entwickler
RErevue_studio
Erschienen
16 Jun, 2026
Bewertet am
8. Juli 2026
Auf Steam ansehen →