„Als Sushi den Schimmel wegspritzen: entspannt, aber schnell vorbei“
Das Spiel
In Moldwasher spielt man ein Stück Nigiri-Sushi, das mit Hochdruckreiniger durch verschimmelte Küchen, Kühlschränke und Lüftungsschächte zieht. Man wählt die passende Düse, wechselt zwischen Wasserpistole, Flammenwerfer, Gebläse und Spitzhacke und schrubbt klebrige Beläge weg, während Schimmel an manchen Stellen nachwächst. Zwischen den kurzen Leveln sammelt man Sticker, VHS-Kassetten, CDs und Gacha-Items und richtet einen Deko-Modus ein. Die Hauptgeschichte dauert etwa zwei bis vier Stunden, dazu kommen Achievements und versteckte Objekte. Das Ganze läuft in isometrischer Pixelart mit Lo-Fi-Soundtrack ab.
Fazit
Moldwasher weiß genau, was es sein will, und setzt das ohne Umschweife um: Der Hochdruckreiniger fühlt sich gut an, die freigelegten Flächen belohnen sofort, und Pixelart plus Lo-Fi-Sound schaffen genau die ruhige Stimmung, die der Cozy-Tag verspricht. Danach hat man das Spiel nach ein paar Stunden durch, und die Sammelhatz für Achievements läuft auf immer dieselben Level hinaus. Die Komfortlücken tun weh, weil sie so leicht vermeidbar wären: keine Level-Nummern, kein Hinweis auf versteckte Objekte, kein Abbrechen mitten im Level. Zum kleinen Preis eine ehrliche Empfehlung für Zwischendurch, mit klar erkennbarer Obergrenze.
Gefällt dir, wenn …
- +du niederschwellige Aufräum-Sessions mit sichtbarem Fortschritt magst
- +dir Pixelart und ein Lo-Fi-Soundtrack als Wohlfühlpaket reichen
- +du kurze Häppchen-Level einem langen Kampagnenbogen vorziehst
Nichts für dich, wenn …
- −dir zwei bis vier Stunden Hauptspiel zu wenig sind
- −dich fehlende Fortschrittsanzeigen und pixelgenaue Suchraterei beim Komplettieren nerven
- −du dir echte Systemtiefe statt gemütlicher Routine wünschst
Wertung
- +Der Putz-Loop reagiert präzise und belohnt mit sichtbarem Fortschritt, wenn eine verkrustete Fläche nach und nach freigelegt wird
- +Werkzeug-Upgrades verändern spürbar, wie schnell und gründlich man vorankommt
- +Level dauern nur zwei bis vier Minuten und bleiben dadurch angenehm überschaubar
- −Die Spitzhacke wird von vielen als fummelig und lästig beschrieben
- −Das Nachwachsen des Schimmels verpufft, weil schnelles Putzen es meist überflüssig macht
- −Spätere Werkzeuge fühlen sich teils redundant an
- +Sammelbares wie VHS-Kassetten, CDs und Gacha-Items streckt die Spielzeit über die Hauptgeschichte hinaus
- +Deko-Modus und Achievements geben Bastlern einen Grund zum Wiederkehren
- −Zwei bis vier Stunden Hauptspiel wirken für den Umfang der Systeme knapp
- −Wer alle Achievements will, spielt dieselben Level immer wieder ab
- −Ohne Anzeige, welche Level versteckte Objekte enthalten, wird das Absuchen zur Sucharbeit
- +Die absurde Prämisse eines putzenden Sushi-Helden hat echten Charme und sorgt für Schmunzeln
- −Es gibt praktisch keine Geschichte, und einige vermissen jeden Kontext für das Szenario
- +Die Pixelart ist stimmig und wird fast durchgehend gelobt
- +Der Lo-Fi-Soundtrack trägt die entspannte Stimmung
- +Das Soundfeedback beim Sprühen und bei Werkzeugtreffern klingt satt und passend
- −Ein Bug mit einer verschlossenen Garagentür sperrte einen Spieler aus der Kartenauswahl aus
- +Steuerung läuft flüssig, auch mit dem Steam Controller
- +Stabile Technik, keine Abstürze gemeldet
- −Level tragen keine Nummern und keine Fortschrittsanzeige für versteckte Objekte
- −Ein Level lässt sich nicht mittendrin verlassen, ohne den Fortschritt zu verlieren
- −Kaum Onboarding: das Radialmenü zum Werkzeugwechsel und die Tastenbelegung werden nicht erklärt
- −Pixelgenaue Kollision lässt letzte Schmutzreste manchmal unauffindbar werden
- −Ein Fall, in dem ein benötigtes Werkzeug zu Levelbeginn fehlte und den Fortschritt blockierte
Wertung