„Pokémon mit Sturmgewehr, das überraschend tiefe Systeme zündet“
Das Spiel
In Palworld fängst du in einer offenen Welt voller eigenartiger Kreaturen namens Pals ein und baust dir ein Basis-Imperium auf. Du wirfst Pokébälle auf wilde Pals zum Fangen, züchtest sie zur Fortpflanzung, setzt sie in Fabriken ein um Ressourcen zu produzieren, und trainierst sie für Kämpfe gegen andere Trainer und Boss-Pals. Parallel sammelst du Materialien, konstruierst Gebäude für deine Basis und machst dich im Action-Combat selbst gegen bewaffnete menschliche Gegner nützlich.
Fazit
Palworld wirft Monster-Sammeln, Survival, Crafting und Fabrik-Automatisierung in einen Topf und weigert sich, irgendeine Idee wieder rauszunehmen. Das ergibt ein chaotisches, oft brillantes Sandbox-Spiel, das vor allem im Koop festhält, ab Level 40 aber in stumpfes Grinden kippt und die Early-Access-Macken nie ganz abschüttelt.
Gefällt dir, wenn …
- +du Sammeln, Survival und Fabrik-Automatisierung in einem Topf magst
- +du im Crossplay-Koop mit echtem Entdeckersog hunderte Stunden versenken willst
- +dir Action-Combat gegen bewaffnete Gegner und Boss-Pals wichtiger ist als Pokemon-Nostalgie
Nichts für dich, wenn …
- −du eine geschriebene Story statt einer reinen Sandbox erwartest
- −du vor allem solo spielst und ab Level 40 Wiederholung scheust
- −du auf abwechslungsreiche Builds statt dieselben paar starken Pals setzt
Wertung
- +Pals als Arbeiter, Kämpfer und Transportmittel verzahnen Sammeln und Basenbau elegant
- +Action-Combat gegen bewaffnete Gegner und Boss-Pals bleibt über lange Spielzeit variabel
- −Late-Game-Bosse mit aufgeblähten HP-Pools machen aus Spielspaß reine Grind-Arbeit
- −Balance unausgewogen, späte Builds laufen auf dieselben paar starken Pals zu
- +Riesige Map mit echtem Entdeckersog, besonders im Crossplay-Koop
- +Survival, Automatisierung und Pal-Management greifen ineinander und tragen den Loop über Hunderte Stunden
- +Für rund 21 Euro liefern viele Spieler 200, 300 oder 500 Stunden ohne Reue
- −Solo-Spielweise wird ab Level 40 spürbar repetitiv
- −Keine geschriebene Story, doch das ist kein Mangel: die absurde Prämisse ersetzt narrative Inhalte
- +Die Welt lebt von ihrer eigenartigen Pal-Ästhetik und absurden Prämisse
- −Sound erfüllt seinen Zweck, prägt sich aber nicht ein und fällt im Trubel aus Schüssen und Pal-Geschrei selten negativ auf
- +Auf dem Steam Deck läuft es ordentlich
- −Pals verkeilen sich in Texturen, in großen Basen brechen die Frames ein, gelegentliche Crashes
- −Early-Access-Macken sind spürbar, aber nichts davon ist spielzerstörend
Wertung