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Inscryption
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Inscryption

„Ein Kartenspiel, das nicht bleiben will, was es ist"

Das Spiel

In Inscryption sitzt du in einer dunklen Hütte an einem Tisch gegenüber einer mysteriösen Gestalt und spielst ein Kartenspiel ums Überleben. Du baust dein Deck Run für Run auf, indem du neue Karten freischaltst und kombinierst, während du dich gleichzeitig in Escape-Room-Rätseln bewegst und Umgebungsgegenstände untersuchst. Das Spiel verwebt Deckbuilding-Roguelike-Mechaniken mit versteckten Rätseln und einer wachsenden Ungewissheit über das, was tatsächlich vor sich geht.

Fazit

Inscryption beginnt als beklemmender Deckbuilder am Tisch eines wahnsinnigen Kartenmeisters und reißt dir dann mehrfach den Boden unter den Füßen weg. Akt 1 ist Pflichtprogramm für jeden, der Karten und Atmosphäre mag. Ob die späteren Akte für dich funktionieren, hängt davon ab, ob du dich auf Daniel Mullins' Meta-Spielereien einlässt oder sie als Diebstahl deines Lieblingsspiels empfindest.

Stärken

  • +Akt 1 verbindet Deckbuilding, Escape-Room und Horror zu etwas, das man so noch nicht gespielt hat
  • +Kaycee's Mod liefert nach den Credits den Roguelike-Loop, der hunderte Stunden trägt
  • +Karten mit Größen-Daten, Opferritualen und versteckten Regeln erzeugen ständig neue Momente

Schwächen

  • Akt 2 und 3 wechseln Mechanik und Stil so radikal, dass viele den Sog von Akt 1 vermissen
  • Die strikt lineare Story enttäuscht alle, die nach den ständigen Hinweisen mehrere Enden erwarten
  • Magnificus' Deck bleibt mechanisch unterentwickelt gegenüber den anderen Scrybes

Scores

85
Gameplay-Tiefe

Die Kernregeln sind simpel, aber das Opfern eigener Karten, Größen-Mechaniken und versteckte Interaktionen erzeugen ständig Situationen, die man so nicht kommen sah. Jeder Akt baut sein eigenes System, das mal brillant, mal nur funktional ist.

82
Wiederspielwert

Die Story selbst ist linear und einmalig, aber Kaycee's Mod verwandelt Akt 1 in einen vollwertigen Roguelike, der dich nach Jahren noch an den Tisch zieht. Wer Combo-Bauen liebt, hört nicht mehr auf.

90
Qualität

Durchdacht bis ins kleinste Detail, von versteckten Geheimnissen bis zu den vierten Wand durchbrechenden Momenten. Die Übergänge zwischen den Akten sind technisch wie inszenatorisch sauber.

84
Story & Welt

Die Geschichte zieht dich durch Atmosphäre und Twists, stolpert aber über ihre eigene Meta-Ebene: Manche finden den Aufbau emotional und kühn, andere fühlen sich von der Linearität und dem Ende verraten, das so viel mehr versprochen hatte.

82
Sound

Die unheimliche Klangkulisse von Akt 1 trägt einen Großteil der Bedrohung und verstärkt das nostalgisch-bedrückende Gefühl, ohne sich je in den Vordergrund zu drängen.

80
Grafik

Der Retro-Look von Akt 1 mit seinen 3D-Karten am Kerzenlichttisch ist stimmungsstark. Die späteren Pixel- und Digital-Stile spalten: clever inszeniert, aber für viele ein Verlust des ursprünglichen Charmes.

88
Preis-Leistung

Zwanzig Euro für ein Spiel, das mehrere Genres durchläuft und mit Kaycee's Mod einen endlosen Nachschlag liefert. Selbst zum Vollpreis ein klarer Kauf.

86 / 100
Gesamtwertung
96.9% positiv auf Steam
Entwickler
Daniel Mullins Games
Erschienen
19 Oct, 2021
Bewertet am
8. Juni 2026
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